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Die Romanshorner Swing Kids haben den Anerkennungspreis des World Demographic & Ageing Forum erhalten

Die Big Band um Dai Kimoto hat am World Demographic & Ageing Forum in St.Gallen einen Anerkennungspreis erhalten — in Anwesenheit eines aktuellen und zweier ehemaligen Bundesräte.
Marco Cappellari
Dai Kimoto und seine Swing Kids gaben im Rahmen der Preisverleihung eine Kostprobe ihres Könnens. (Bild: Ralph Ribi)

Dai Kimoto und seine Swing Kids gaben im Rahmen der Preisverleihung eine Kostprobe ihres Könnens. (Bild: Ralph Ribi)

Grosse Auftritte sind sie sich zwar gewohnt, jener am Dienstagabend im Audimax der Universität St.Gallen gehört aber sicher nicht zu den einfachsten, die Dai Kimoto und seine Swing Kids in ihrer erfolgreichen Karriere zu bewältigen hatten. Als einer von zwei Preisträgern des World Demographic & Ageing Forum an der HSG (WDA-Forum) mussten sie die Bühne erst Carla Del Ponte, der anderen Preisträgerin des Abends, überlassen. Die frühere Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag sprach mit dem Jugoslawienkrieg, dem Völkermord in Ruanda sowie der humanitären Katastrophe in Syrien schwierige Themen an. Darüber konnte auch alles rhetorische und humoristische Geschick der ehemaligen Bundesanwältin der Schweiz nicht hinwegtäuschen. Als dann aber Dai Kimoto und seine 14 Swing Kids aufgerufen wurden und sie zum ersten Stück des Abends ansetzten, dauerte es nicht lange, bis die Schwermütigkeit aus dem Saal gewichen war.

Das WDA-Forum zeichnet mit dem Erich Walser Generationenpreis und dem Regionalen WDA-Anerkennungspreis ausserordentliche Verdienste für die Generationenverständigung aus. Aus diesem Anlass nahm nicht nur Bundesrat Ignazio Cassis, als Laudator für Del Ponte, teil. Auch die alt Bundesräte Hans-Rudolf Merz und Adolf Ogi gesellten sich unter die illustren Gäste. Noch in seiner Ansprache für Del Ponte richtete Cassis seine Grüsse an die Swing Kinds und der Tessiner liess die Anwesenden wissen, dass er selber ein Blasinstrument spielt. «Ich habe etwa in eurem Alter mit dem Trompetenspielen angefangen», sagte der FDP-Bundesrat.

Moderatorin Regina Regenass hatte auch über Carla Del Ponte eine Anekdote im Zusammenhang mit den Swing Kids zu erzählen, und nahm damit Laudator Willi Kleeli die Pointe seiner Ansprache vorweg. Dai Kimoto und die Swing Kinds hätten nämlich nicht zum ersten Mal für Del Ponte gespielt. Eine der vielen Reisen der Romanshorner Big Band hatte sie auch nach Argentinien geführt, wo Del Ponte von 2008 bis 2011 Botschafterin der Schweiz war.

Fast ein Auftritt wie jeder andere

Nervös seien er und seine Zöglinge nicht gewesen, liess Dai Kimoto wissen. «Wir haben so viele Auftritte, das sind mittlerweile richtige Routiniers», sagte der gebürtige Japaner. Auch speziell vorbereitet hätten sie sich nicht. Denn er und seine Band würden für keinen Auftritt ein Programm vorbereiten, stattdessen entscheide der Bandleader jeweils vor Ort, welches der 70 Stücke in ihrem Repertoire als nächstes gespielt wird. Ein Umstand, der gelegen kam, als sich nach dem zweiten Stück der Apéro verzögerte. «Keine Angst, wir haben noch 68 Zugaben parat», scherzte Kimoto.

Als es darum ging, die Auszeichnungsurkunde zu überreichen, liessen es sich nebst Del Ponte und Cassis auch die alt Bundesräte Merz und Ogi nicht nehmen, zu Ehren der Swing Kinds auf die Bühne zu treten. Das hohe Niveau und die Professionalität der Jugendband liessen die Schweizer Obrigkeit nicht unbeeindruckt. «Beim Apéro sagte mir Cassis, dass er die Swing Kids gerne im Ausland bekannter machen möchte», sagte Dai Kimoto. Und der Bundesrat versprach, dass sich sein Sekretariat mit ihm in Verbindung setzen werde.

«Der Preis ist der Beweis, dass wir etwas richtig machen.»

So war es ein rundum gelungener Abend für die Romanshorner. Der Preis sei überraschend gekommen, sagte Dai Kimoto im Anschluss. «Doch er ist der Beweis, dass wir etwas richtig machen.» Nach seinem Geheimnis gefragt, antwortete der 70-Jährige mit seinem Motto: «Freude ist die Quelle der Energie.»

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