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Die Romanshorner Gemeindeleiterin Gaby Zimmermann macht Platz für Anne Zorell Gross aus Ermatingen

Die 61-Jährige gibt die Leitung der katholischen Pfarrei Ende August nach 23 Jahren ab. Es sei der richtige Zeitpunkt, sagt sie mit Blick auf die Diskussionen um einen neuen Anlauf für einen grossen Pastoralraum im Oberthurgau.
Markus Schoch
Gaby Zimmermann demissioniert im Spätsommer. (Bild: PD)

Gaby Zimmermann demissioniert im Spätsommer. (Bild: PD)

Gaby Zimmermann bleibt sich treu. Sie stellt die persönlichen Interessen hinter diejenigen der Kirchgemeinde, die sie seit fast ein Vierteljahrhundert prägt. Drei Jahre vor der Pensionierung zieht sie sich zurück, ohne genau zu wissen, wie es beruflich mit ihr weiter geht.

Es sei jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, um jemandem anderen Platz zu machen, sagte sie an der Budgetgemeinde am Mittwochabend. Denn unter anderem sei in naher Zukunft mit einschneidenden organisatorischen Veränderungen zu rechnen.

Das Bistum werde voraussichtlich bereits im nächsten Jahr einen neuen Anlauf nehmen für einen grossen Pastoralraum im Oberthurgau, der die Gemeinden Amriswil, Arbon und Romanshorn umfasse. An den Verhandlungen solle jemand beteiligt sein, der die Vereinbarung dann auch umsetzen müsse, was bei ihr nicht der Fall wäre.

Drei Bewerber standen zur Wahl

Anne Zorell Gross leitet heute die Kirchgemeinde in Ermatingen. (Bild: PD)

Anne Zorell Gross leitet heute die Kirchgemeinde in Ermatingen. (Bild: PD)

Eine neunköpfige Findungskommission mit einer Vertretung des Bistums machte sich deshalb auf die Suche nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin für Zimmermann. Drei Bewerbungen seien eingegangen, zwei aus der Schweiz und eine aus Deutschland, sagte Kirchenpräsident Thomas Walliser Keel. Die Wahl sei einstimmig auf Anne Zorell Gross gefallen.

«Sie passt sehr gut zu uns.»

Mit der 58-Jährigen werde die Katholische Kirchgemeinde Romanshorn ihren liberalen Kurs halten und das reichhaltige Gemeindeleben weiter pflegen können. Sie freue sich sehr auf die neue Aufgabe, sagte Zorell Gross und stellte sich den 59 anwesenden Kirchbürgern kurz vor. Sie ist verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder und sitzt seit 2010 als Kirchenrätin in der Exekutive der Thurgauer Landeskirche.

Zur Person

Die neue Gemeindeleiterin ist in der Umgebung von Ravensburg aufgewachsen. Nach dem Studium der katholischen Theologie in Tübingen und Wien zog sie 1990 in die Schweiz. Sie war von 1998 bis 2000 Gemeindeleiterin in Güttingen, danach zehn Jahre Teamleiterin im Seelsorgeverband Altnau-Güttingen-Münsterlingen. Seit 2010 ist sie Gemeindeleiterin in Ermatingen. (mso)

Sozialdiakon nimmt Arbeit auf

Andreas Pfiffner. (Bild: PD)

Andreas Pfiffner. (Bild: PD)

Nicht nur wegen ihr sei die Kirchgemeinde gut gerüstet für die Zukunft, sagt Walliser Keel. Auch Andreas Pfiffner werde die Pfarrei stärken – gegen innen und gegen aussen. Der 38-Jährige nimmt Mitte Februar in einem 80-Prozent-Pensum die Arbeit als Sozialdiakon auf und wird unter anderem die zahlreichen freiwilligen Mitarbeiter betreuen.

Der Sozialpädagoge hat Erfahrung in der Jugendarbeit und im Umgang mit Migranten. Pfiffner ist die Person, die sich die Kirchbürger wünschten, als sie vor einem Jahr beschlossen, eine neue Stelle zu schaffen für jemanden, der hilfsbedürftigen Menschen jeglicher Art mit Rat und Tat zur Seite steht.

«Die Kirchgemeinde stehe auch strukturell gefestigt da, sagte Walliser Keel.

«Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht.»

Unter anderem hätten die Kirchbürger im letzten Jahr Leitsätze verabschiedet, rief Walliser Keel in Erinnerung. «Diese legen fest, nach welchen Prioritäten wir unser Pfarreileben künftig gestalten wollen.»

Sternenkinder

Die katholische Kirchgemeinde schafft in Form einer Skulptur unweit der Kindergräber eine Gedenkstätte für so genannte Sternenkinder. Damit gemeint sind Kinder, die vor, während oder bald nach der Geburt verstorben sind. Das Bedürfnis nach einem solchen Ort zum Trauern sei schon seit längerer Zeit vorhanden, sagte Kirchenvorsteher Gordon-Mathias Hug. (mso)

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