Die Resultate der Romanshorner Bevölkerungsumfrage liegen vor

Trotz teils kritischer Einschätzungen würden 88 Prozent der über 400 Befragten Romanshorn als Wohnort empfehlen.

Rosa Schmitz
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88 Prozent der Befragten würden die Hafenstadt als Wohnort empfehlen.

88 Prozent der Befragten würden die Hafenstadt als Wohnort empfehlen.

Reto Martin

Die detaillierten Ergebnisse der Einwohnerzufriedenheitsanalyse sind da: Die Stadt Romanshorn hat mittelmässig abgeschnitten. «Zwar stimmen die Resultate mit den Rückmeldungen anderer Städte relativ überein. Aber: Es muss Raum für Verbesserung geben», sagt Stadtpräsident Roger Martin.

Über 400 Einwohner – rund 41 Prozent der Tausend Angeschriebenen – nahmen an der repräsentativen Umfrage teil. «Das sind etwas weniger, als wir uns erhoffen, aber die niedrige Teilnehmerzahl ist nicht komplett unerwartet gekommen.» Der Fragebogen sei relativ lang gewesen, was abschreckend gewirkt haben könnte. Trotzdem steht die Stadt zu ihrem Vorgehen. So konnte sie eine Vielzahl von Themen abdecken und herausfinden, welche für ihre Bürger am wichtigsten sind – «die Hot-Button-Topics».

Insgesamt gut bei der Lebensqualität

Trotz teils kritischer Einschätzungen würden 88 Prozent der Befragten Romanshorn als Wohnort empfehlen. Gleich viele gehen weiter davon aus, dass sie auch in fünf Jahren noch hier leben werden. Das Vereinsangebot und die Sportmöglichkeiten werden insgesamt positiv wahrgenommen, Angebote für Jugendliche und ältere Menschen schneiden allerdings eher ungenügend ab. Auch die Begegnungszonen werden unbefriedigend bewertet, die Attraktivität des Stadtzentrums sogar schlecht. «Hierzu gab es die meisten Kommentare», sagt Martin. Betreffend Familienfreundlichkeit schneidet Romanshorn trotz Verbesserungspotenzial recht gut ab. Das Wohnungsangebot wird als ansprechend wahrgenommen. Die Mietzinse, das Angebot an Bauland und dessen Preise hingegen als negativ beziehungsweise zu hoch.

Gewerbe zufriedenstellend

Das Gewerbe beurteilen die Befragten insgesamt als zufriedenstellend. Das Angebot an Arbeitsstellen, Einkaufsmöglichkeiten und Gastgewerbebetrieben wird indessen insgesamt als wenig zufriedenstellend angesehen. Anders als die touristischen Angebote werden kulturelle Anlässe und Grossanlässe als recht gut bewertet, ebenso die Gesundheitsangebote in der Stadt, auch wenn hier noch Luft nach oben besteht.

«Viele Erkenntnisse daraus sind bereits in die Legislaturziele 2019–2023 des Stadtrats eingearbeitet worden», sagt Stadtpräsident Roger Martin. Einige Themen müssten allerdings noch genauer angeschaut und entsprechend überarbeitet werden.

Weitere Information unter: www.romanshorn.ch/eza.