Reiter und Pferdesportfreunde atmen auf: In Sulgen gibt es an zwei Tagen 600 Starts

Austragungsort der traditionsreichen Sulger Pferdesporttage ist der Springplatz «Im Grund». Wie nur wenige andere Plätze verfügt er auch über natürliche Hindernisse.

Monika Wick
Drucken
Teilen
Thomas Blatter, Präsident des Reitvereins Sulgen und Umgebung, auf dem Springplatz «Im Grund».

Thomas Blatter, Präsident des Reitvereins Sulgen und Umgebung, auf dem Springplatz «Im Grund».

Bild: Monika Wick (Sulgen, August 2020)

Der Sportplatz «Im Grund» gehört der Gemeinde Sulgen. Genutzt wird er für die Aktivitäten der Pfadi, vom US-Car-Meeting zur Präsentation amerikanischer Autos und für Zirkusvorstellungen.

Am kommenden Wochenende gehört das Areal aber voll und ganz den Freunden des Pferdesports. «Normalerweise trainieren wir auf unserem Gelände in der Au, freuen uns aber sehr, dass wir den schönen Platz für unsere Pferdesporttage benutzen dürfen», sagt Thomas Blatter, Präsident des Reitvereins Sulgen und Umgebung.

Grosses Interesse an Prüfungen

Wegen Corona finden die ersten Prüfungen nicht am Freitag, sondern erst am Samstag, 8. August, statt. Den Auftakt machen um sieben Uhr die Reiter, die in der Kategorie «Jump Green 1» starten. Am Sonntag, 9. August, können die anspruchsvollen Wettbewerbe ab 7.30 Uhr mitverfolgt werden.

Insgesamt können die Zaungäste an beiden Tagen in neun Kategorien rund 600 Starts mitverfolgen. Laut Thomas Blatter haben sich mehr Reiter als in anderen Jahren angemeldet. «Man merkt, dass die Reiter wegen der vielen abgesagten Turniere grossen Nachholbedarf haben und teils lange Anfahrtswege in Kauf nehmen», sagt er.

Höhepunkt am Samstag

Lange Zeit war ungewiss, ob die Pferdesporttage überhaupt durchgeführt werden können. Mit dem von der Gemeinde bewilligten Schutzkonzept ist die Durchführung garantiert. Als Höhepunkt bezeichnet Thomas Blatter das Derby, das am Samstag ab zirka 17 Uhr durchgeführt wird.

«Das ist ein Parcours, der die Reiter über eine lange Strecke führt. Für zusätzliche Attraktivität sorgt, dass er auch über natürliche Hindernisse führt», erklärt er. Anders als bei vielen anderen Turnieren finden die Wettbewerbe der Sulger Pferdesporttage auf einer Wiese statt.

Diesmal ohne Preisverleihung

Dass es zu Wochenbeginn stark geregnet hat, stellt kein Problem dar. «Im Gegenteil, der weiche Boden federt die Sprünge der Pferde ab. Hätte es nicht geregnet, hätten wir bewässern müssen», erklärt Blatter.

Auf die sonst übliche Preisverleihung muss in diesem Jahr verzichtet werden. Dennoch müssen die Reiter nicht auf ihre Preisgelder verzichten. Sie werden im Anschluss auf dem Sekretariat ausbezahlt.