Die Rechnung der Primarschule Arbon geht bald nicht mehr auf

Wegen der Revision des Beitragsgesetzes fehlen ab nächstem Jahr 1,3 Millionen Franken in der Kasse. Mit Sparen werden die fehlenden Gelder aus Frauenfeld nicht zu kompensieren sein.

Markus Schoch
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Schulpräsidentin Regina Hiller und Susan Scherrer, die Leiterin der Schulverwaltung.

Schulpräsidentin Regina Hiller und Susan Scherrer, die Leiterin der Schulverwaltung.

Bild: Markus Schoch (Arbon, 25. August 2020)

Seit drei Jahren weiss die Primarschule ungefähr, was auf sie zukommt. Und darum hat sie zuletzt die Sparschraube nochmals angezogen. «Wir haben seit 2015 massive Abstriche im Umfang von rund 1 Millionen Franken am Angebot gemacht», sagte Schulpräsidentin Regina Hiller an einer Medienorientierung am Dienstag. Doch es wird nicht reichen, um auf Dauer die Ausgaben decken zu können.

Mit der Revision des Beitragsgesetzes überweist der Kanton ab 2021 rund 1,3 Millionen Franken weniger an die Primarschule in Arbon, was sechs Steuerprozenten entspricht. Hiller sagt:

«Im nächsten Jahr können wir die Ausfälle noch dank des guten Abschlusses in der Rechnung 2019 mit einem Gewinn von rund 2 Millionen Franken und dem Eigenkapital decken.»

Doch ab 2022 werde die Anpassung des Steuerfusses ein Thema werden müssen. Die Kosten weiter zu senken, wäre nur möglich mit Massnahmen, die zu Lasten der Schulqualität gehen, sagte Hiller. «Und das kommt für uns nicht in Frage.»

Schulen besprechen gemeinsam das weitere Vorgehen

Das Vorgehen werden alle Schulgemeinde des Sekundarschulkreises Arbon in den nächsten Monaten miteinander absprechen. Denn nach Meinung des Kantons sollten die Steuerzahler unter dem Strich nichts merken von der Revision des Beitragsgesetzes, sagte Susan Scherrer, die Leiterin der Schulverwaltung. Heisst: Wenn eine Schulgemeinde mit dem Steuerfuss rauf geht, sollte eine andere im gleichen Umfang runter.

Drei Bauprojekte hat die Primarschulgemeinde abgeschlossen oder wird es in Kürze tun. Der neue Pausenunterstand im Berglischulhaus steht den Kindern seit Anfang Schuljahr zur Verfügung, ebenso der Ergänzungsbau im Stacherholz, der am 18./19 September eingeweiht wird. Der neue Doppelkindergarten an der Thomas Bornhauserstrasse geht nach den Herbstferien in Betrieb.

Bei den Wahlen im nächsten Jahr werden möglicherweise alle Behördenmitglieder nochmals antreten. «Nur eine Person überlegt es sich», sagte Hiller.