Die Rechnung der Evangelischen Kirchgemeinde Arbon schliesst knapp ausgeglichen

Ende Oktober führt die evangelisch Arbon neue Gottesdienstformen und -zeiten ein. Das wurde an der Kirchgemeindeversammlung von Mittwoch bekannt. Für Amusement sorgte die Anmerkung, dass Mauersegler mittlerweile die Nistkästen bei der Kirche bewohnen.

Hedy Züger
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Robert Schwarzer, Kirchenpräsident evangelisch Arbon.

Robert Schwarzer, Kirchenpräsident evangelisch Arbon.

Donato Caspari

Die Vielfalt an Angeboten und Ereignissen konnte Kirchenpräsident Röbi Schwarzer an der Versammlung der evangelischen Kirchgemeinde nur streifen. Neu sind Gottesdienstformen und -zeiten, die in der letzten Oktoberwoche eingeführt werden.

Orgelrenovation schliesst voraussichtlich im März 2021 ab

Die evangelischen Christen kamen coronabedingt in der Kirche zusammen, im Blick das Baugerüst, das die bis März 2021 laufende Renovation der Orgel bestätigt. Das Team eines renommierten Orgelbauers wurde mit dem bedeutenden Arboner Instrument betraut.

Kirchenpfleger Peter Roth gab den Blick auf die Finanzen frei. Die Kosten für Heizung und Energie konnten 2019 erneut reduziert werden. Der Aufwand für die kirchlichen Liegenschaften liegt 18'638 Franken über Budget. Auch die kirchliche Landessteuer fiel um 16'040 Franken höher aus. Der Selbstfinanzierungsgrad liegt bei 308 Prozent.

Kritik ist willkommen

Riquet Heller wünscht, dass die geplante Wohnsiedlung beim ehemaligen Pflegeheim von der Kirchgemeinde klar getrennt werde. Röbi Schwarzer erklärte, es bestehe ein Interesse daran, dass das Projekt auf dem früher kirchlichen Boden Erfolg habe, mehr nicht. Kritik sei erwünscht, sagte Schwarzer an anderer Stelle, «man kann immer besser werden.»

15 Jahre hatte Werner Amacher als Stellvertreter des Mesmers gewirkt, und seit nunmehr 10 Jahren versieht er diesen Posten selber. Dies und die grosse Anerkennung für seine Arbeit waren Grund genug für Applaus in der Kirche.

Die Kirchbürgerinnen und -bürger amüsierten sich als Röbi Schwarzer erfreut berichtete, dass die Nistkästen unter dem kirchlichen Dach von den Adressaten, den Mauerseglern, sofort bewohnt worden seien. Er gab zu:

«Unser Lockrufkästchen hat funktioniert.»

Ob auch die Werbung für die „offene Kirche“ angekommen ist? Diese steht werktags von 9 bis 17 Uhr für stille Besuche zur Verfügung. Sogar der Wunsch, ein Licht anzünden zu können, ging in Erfüllung.