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Die Kreuzlinger SP fordert: Stadtbus-Preise müssen schrumpfen

Eine Partei lässt nicht locker: Nachdem die Sozialdemokraten im Gemeinderat den zu mageren Preissenkungsvorschlag des Stadtrats zurückwiesen, legen sie nun ihre Forderung auf den Tisch.
Urs Brüschweiler
Im Einsatz für den Stadtbus: Hanns Wipf, Markus Brüllmann und Walo Abegglen von der SP. (Bild: Reto Martin)

Im Einsatz für den Stadtbus: Hanns Wipf, Markus Brüllmann und Walo Abegglen von der SP. (Bild: Reto Martin)

«Wir können unseren Petitionären doch nicht sagen, das Bus-Ticket wird 20 Rappen günstiger. Das ist doch Kasperlitheater.» Walo Abegglen, Markus Brüllmann und Hanns Wipf verlangen eine spürbare und wirkungsvolle Preissenkung beim Stadtbus und wissen dabei die Kreuzlinger Sozialdemokraten hinter sich.

«Nach dem Gemeinderat ist vor dem Gemeinderat», sagt Walo Abegglen. Am 3. Mai hatte das Stadtparlament einen Vorschlag zur Tarifreduktion an den Stadtrat zurückgeschickt. Der Antrag zur Rückweisung kam von der SP-Fraktion. Ihr ging die Vorlage deutlich zu wenig weit. In Zahlen ausgedrückt sind es mindestens 125000 Franken jährlich, mit welchen die Sozialdemokraten die Billette für den Kreuzlinger Stadtbus beim Tarifverbund Ostwind subventioniert haben möchte. Mit dem Vorschlag des Stadtrats wäre nur knapp die Hälfte davon eingesetzt worden.

Für 2019 ist der Bus bereits abgefahren

Es gehe ihnen aber weniger um die schiere Höhe des Betrages, als darum, das Geld auch gezielt und effizient einzusetzen. Sonst hätten sie auch den von der FDP ins Spiel gebrachte Kompromiss von 100000 Franken unterstützen können. Doch die SP beharrt auf folgenden Zielen:

• Der Einzelfahrpreis soll markant auf unter drei Franken sinken, eine Tageskarte auf deutlich unter sechs Franken.

• Eine Mehrfahrtenkarte soll so stark verbilligt werden, dass die einzelne Fahrt unter den alten Einzelfahrpreis von 2,30 Franken zu stehen kommt.

• Die Fahrpreise für Kinder sollen deutlich sinken.

Mit der Rückweisung im Gemeinderat ist der Bus für billigere Preise schon ab 2019 abgefahren. Doch mit einer neuen Vorlage komme man – wie oft in Kreuzlingen – zu einer besseren Lösung, sagt Brüllmann. «Das Warten ist es wert.» Man erwarte nun vom Stadtrat rasch eine neue Botschaft, die mehr als nur kosmetische Anpassungen beinhaltet.

Bilanz der SP-Petition: Noch keine Freudensprünge

«Wir fühlen uns weiterhin den 1250 Personen verpflichtet, die unsere Petition unterschrieben haben», sagt Walo Abegglen. Sie beinhaltete drei Forderungen:

  1. Erstens den Ausgleich der Preiserhöhungen von 2016. Durch den Wegfall von Lokalzonen im Tarifverbund Ostwind stiegen die Fahrpreise für den Stadtbus sprunghaft an. Hier sieht man sich nun zumindest auf dem richtigen Weg.
  2. Zweitens will man die Linie 907 nach Tägerwilen erhalten. Dieses Ziel ist mittlerweile gesichert
  3. Als dritten Punkt forderte die SP mehr Schub für den Stadtbus durch Marketing- und Kooperationsmassnahmen. «Die Stadt hat in der Beantwortung der Petition mehr Probleme, statt Lösungen aufgezeigt», sagt Markus Brüllmann.

«Die Bilanz ist noch durchzogen. Wir machen keine Freudensprünge.» Der politische Wille müsse sichtbarer werden, sagt Hanns Wipf. An Ideen und Verbesserungsvorschlägen mangelt es zumindest bei den Sozialdemokraten nicht.

SP-Stadtgespräch zum Thema

Am 13. Juni, 19.30 Uhr, veranstaltet die SP im Trösch ein Stadtgespräch zum Thema «Stadtbus – wie weiter?». Auf dem Podium diskutieren Stadtrat Ernst Zülle, Gemeinderat Markus Brüllmann und der Tägerwiler Gemeindepräsident Markus Thalmann

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