Neues Hochhaus für Kreuzlingen: Die Post baut direkt beim Bahnhof

Auf der Parzelle der Kreuzlinger Hauptpost entstehen 60 neue Wohnungen und Gewerberäume. Auch die Post selbst bekommt neue Räume.

Kurt Peter
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So soll der Post-Neubau aussehen. Das Musikschul-Gebäude vorne bleibt erhalten, dahinter entsteht der 30 Meter hohe Neubau.

So soll der Post-Neubau aussehen. Das Musikschul-Gebäude vorne bleibt erhalten, dahinter entsteht der 30 Meter hohe Neubau.

Bild: PD

«Wir sind froh, dass die Jury aus den verschiedenen Eingaben zum Wettbewerb das Projekt von Raumfindung Architekten aus Rapperswil zum Sieger erkoren hat», erklärt der zuständige Stadtrat Ernst Zülle. Denn durch das geplante höhere Haus gebe es nach Süden einen grossen Abstand zu den bestehenden Bauten an Allee- und Nationalstrasse. Das Projekt überzeuge zudem durch den Schutz der Linde und dem attraktiven Innenhof. Der Gestaltungsplan «Post» liegt bis zum 5. September bei der Bauverwaltung auf.

Mit dem Bau des 30 Meter hohen Kopfbaus südlich der Musikschule setze das Projekt einen markanten Punkt am Hauptbahnhof. Laut Stadtplaner Peter Buri bettet sich der Bau gut in die Umgebung ein:

«Die Höhe orientiert sich an der östlich gelegenen Liegenschaft, die 29 Meter misst.»

Die Post Immobilien AG plant im Neubau 60 Wohnungen, der grösste Teil davon Zweieinhalb- und Dreieinhalb-Zimmerwohnungen. Der an den Kopfbau anschliessende Baukörper entlang der Nationalstrasse ist fünfgeschossig mit einer Höhe von 16 Meter.

Mehr Parkplätze für die Kunden

Neben den Wohnungen sollen im Gebäude auch Gewerbe und Dienstleister im Erdgeschoss untergebracht werden. Ebenso wird die neue Postfiliale realisiert. «Entlang der Nationalstrasse konnten wir die Parkierung neu regeln», erklärt Zülle. 16 Parkplätze gibt es hier für die Geschäftskunden. Für die Mieter wird eine Tiefgarage mit 38 Parkplätzen erstellt.

Der Kreuzlinger Stadtrat Ernst Zülle.

Der Kreuzlinger Stadtrat Ernst Zülle.

Bild: Thi My Lien Nguyen

Die Bevorzugung des Langsamverkehrs im Gestaltungsplan äussere sich auch durch die Tatsache, dass von den 150 Veloabstellplätzen 60 Prozent gedeckt und 25 Prozent mit Akkuanschluss ausgerüstet sein müssten. Festgehalten ist im Gestaltungsplan zudem, dass maximal 35 Prozent fossile Energie verwendet werden darf. Laut Ernst Zülle gibt es künftig auch überdeckte Plätze für Velos bei der Musikschule:

«Wir können mit der Realisierung des Neubaus auch die unbefriedigende Situation mit den Fahrrädern bei der Musikschule lösen.»

Besonders am Gestaltungsplan sei, dass die Fassadengestaltung festgehalten werde. «Das ist nicht üblich, zeigt aber die Aussenansicht detailliert an», erklärt Peter Buri. Ebenfalls einzigartig sei, dass auf fast 1000 Quadratmetern eine gemeinschaftlich nutzbare Fläche auf dem Dach geschaffen werde. Die Planungen für die Überbauung seien bereits angelaufen. «Wir hoffen, dass das Projekt für den wichtigen und prägenden Bau am Bahnhof bald umgesetzt werden kann», sagt Ernst Zülle.