Die Ostschweizer Schützen suchen in Weinfelden ihren Meister

Dieses Wochenende finden die Finalwettkämpfe der Ostschweizer Luftgewehrmeisterschaft statt. 80 Helfer sorgen für einen reibungslosen Ablauf in der Paul-Reinhart-Turnhalle.

Mario Testa
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(Bild: Mario Testa)

Am Freitag, Samstag und Sonntag fliegen ausnahmsweise nicht Unihockeybälle sondern Luftgewehrkugeln durch die Turnhalle Paul Reinhart. Die Schützengesellschaft Weinfelden und die Schützen Schönholzerswilen führen die Ostschweizer Finalwettkämpfe im Luftgewehrschiessen durch. Seit Donnerstagmorgen sind rund ein Dutzend Helfer mit dem Aufbau der Schiessanlage beschäftigt.

«Wir haben 36 Zielscheiben installiert, die Halle abgedunkelt und die Technik installiert»
Helfer der Schützengesellschaft montieren die Zielscheiben in der Paul-Reinhart-Turnhalle in Weinfelden.

Helfer der Schützengesellschaft montieren die Zielscheiben in der Paul-Reinhart-Turnhalle in Weinfelden.

(Bild: Mario Testa)

sagt Bauchef Kurt Brauchli.  Das Team ist geübt im Aufbau der Schiessanlage. «Vor sechs Jahren haben wir die Meisterschaften schon einmal hier durchgeführt, deshalb kennen wir Herausforderungen.» Wichtig beim Aufbau der Indoor-Schiessanlage ist die Präzision.

Genau zehn Meter müssen die Schützinnen und Schützen von den Zielscheiben trennen, auch der Abstand zwischen den Scheiben muss stimmen. «Ich bin einer vom Bau, ich weiss, wie man genau schafft», sagt Brauchli und lacht. «Dazu hat es in der Halle ja überall Linien, an denen wir uns orientieren können.»

Spektakel für die Zuschauer auf der Tribüne

Über das ganze Wochenende treten rund 600 Schützinnen und Schützen mit Pistole oder Gewehr zu den Wettkämpfen an. Dazu sind auch Zuschauer eingeladen, die Wettkämpfe mitzuverfolgen. «Für das Publikum ist diese Halle optimal. Von der Tribüne aus sieht man sehr gut auf den Wettkampf und jeder Treffer wird auf den grossen Leinwänden angezeigt», sagt Kurt Brauchli. Für das leibliche Wohl der Teilnehmer und Gäste sorgt eine Festwirtschaft.

Von der Tribüne aus können die Zuschauer die Wettkämpfe mitverfolgen.

Von der Tribüne aus können die Zuschauer die Wettkämpfe mitverfolgen.

(Bild: Mario Testa)

Jeweils 36 Schützinnen und Schützen treten pro Kategorie gegeneinander an. «Sie schiessen zwischen 30 und 60 Schüsse, haben dafür auch entsprechend Zeit. Die acht Besten machen im Final dann den Meister oder die Meisterin unter sich aus», sagt Brauchli.

Mit bis zu 200 Metern pro Sekunde schiessen die Kugeln durch die Halle. Damit sie keinen Schaden anrichten, wenn mal einer daneben geht, hängt ein doppeltes Flies an der Wand. «Die Kugeln aus den Pistolen bleiben schon im ersten Flies stecken, die aus dem Gewehr spätestens im zweiten. Vor sechs Jahren waren es über das ganze Wochenende gesehen gerade mal drei Kugeln, die im Flies gelandet sind.»

Vereinsmitglieder packen mit an

Damit der Wettkampf reibungslos über die Bühne geht, braucht es Helfer. «Wir sind etwa 80 Personen, die für den Aufbau, die Anlagenbetreuung und den Abbau im Einsatz stehen», sagt OK-Vizepräsident und Personalchef Andreas Gerber. «Die allermeisten sind Mitglieder der beiden Schützengesellschaften. Sie stehen zum Teil auch mehrmals im Einsatz.» Geschossen wird heute von 8.20 bis 21 Uhr – erstmals auch mit einem Mixed-Teamwettkampf zum Schluss – am Sonntag dann von 8 bis 16 Uhr. 

Mit solchen Gewehren, mit Druckluft als Treibladung, wird am Wettkampf geschossen.

Mit solchen Gewehren, mit Druckluft als Treibladung, wird am Wettkampf geschossen.

(Bild: Mario Testa)

Wettkämpfe

Schiessen von Morgens bis Abends

Am Samstag stehen folgende Schiessen des Wettkampfs auf dem Programm:
- GM Elite ab 8.20 Uhr
- Final GM Elite 9.55 Uhr
- Einzel Elite 12.30 Uhr
- Einzel Altersklasse 14.25 Uhr
- Finale EM Elite 15.50 Uhr
- Finale Altersklassen 16.55 Uhr
- Mixed Team 18.20 Uhr
- Finale Mixed Team 20.25 Uhr

Am Sonntag stehen folgende Schiessen des Wettkampfs auf dem Programm:
- GM Jugend 7.50 Uhr
- GM Junioren 8.50 Uhr
- Einzel Jugend 11.00 Uhr
- Einzel Junioren 12.25 Uhr
- Final Jugend 14.15 Uhr
- Final Junioren 15.20 Uhr 

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Werner Lenzin