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Die «Orion» im Güttinger Hafen ist schon hundert Jahre alt

Im Rahmen des Classic Weekend Bodensee wurde das Jubiläum des Holzboots gefeiert. Besitzer Christian Brönimann hat das Segelschiff vor fünf Jahren am Vierwaldstättersee entdeckt und erstanden.
Margrith Pfister-Kübler
Voreigner Thomas Grimm und der heutige Besitzer Christian Brönimann an Deck der «Orion». (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Voreigner Thomas Grimm und der heutige Besitzer Christian Brönimann an Deck der «Orion». (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

«Happy Birthday» wünschte eine heitere Seglergemeinschaft am Donnerstagabend der 100 Jahre alten «Orion». Schulterklopfen und Bewunderung gab es für die Bootseigner Madeleine und Christian Brönimann. Sie haben das Schiff vor fünf Jahren gekauft. Damals vegetierte es am Vierwaldstättersee in einer Scheune vor sich hin. Zum Verkaufen oder zum Zersägen stand dran. «Es war Liebe auf den ersten Blick», sagt Christian Brönimann, der mit seiner Familie in Güttingen wohnt, und Leiter des Wohnheims Betula Romanshorn ist.

Die «Orion» habe immer wieder Glück gehabt, erklärt Vorbesitzer Thomas Grimm, der extra vom Vierwaldstättersee angereist war. Er habe das Schiff 1980 im traurigen Zustand übernommen. Die Jungfernfahrt der «Orion» fand vor 100 Jahren auf dem Zürisee statt. Die Historie ist nicht lückenlos dokumentiert. Thomas Grimm hat 1980 nicht den geforderten Preis bezahlt, sondern diese für den Bleiwert erworben.

Kein Hobby für bequeme Böötler

Das Classic Weekend Bodensee startete zu Ehren der Orion in Güttingen. Vier Sänger der Singing Sailer Crew Romanshorn begeisterten mit ihren Seemannsliedern. 40 wunderschöne Schiffe waren zu bewundern, mit Crews, denen es hauptsächlich um den Spass und die Freude an dem Erhalt der historischen Schiffe geht. Wenn sie zu erzählen beginnen, ist Leidenschaft zu spüren. Wer das Bequeme sucht, ist da nicht dabei. Olivia Kiesel aus Ravensburg, mit ihrer Familie und der klassischen Sechser-Rennyacht dabei, schwärmt: «Pures Segeln in seiner schönsten Form und im Winter schleifen und malen.»

Der frühere Hafenmeister Heinz Schnell, der dem Spektakel beiwohnt, schwärmt: «Die beherrschen ihre Manöver, die haben ein gutes Gefühl für Wasser und Wind und die Schönheit des Holzes.» Hans-Joachim Landolt, Inhaber der Michelsen Wert Friedrichshafen, und Bootsbauer Stefan Züst, Altnau, gehören zu den Meistern im Erhalt der Klassiker. «Regattieren mit diesen Schiffen ist ganz anders», sagt Michael Baumann, dem in Kapstadt ein «altes Schiff zugelaufen ist».

Museum und Schrottplatz sind der falsche Ort

Mit alten Schiffen bleibe man jung, weil man immer was zu tun habe, schwärmt eine Gruppe und stimmt ein Loblied an auf all jene, die sich dafür einsetzen, dass die Oldtimer nicht in Vergessenheit geraten. Denn diese Schiffe gehören aufs Wasser und nicht ins Museum oder in die Verschrottung. Auch mit alten Holzschiffen könne man bei Regatten vorne mitfahren.

Am Freitag segelten die Klassiker aus der Schweiz, Österreich und Deutschland nach Kressbronn, nachdem sie sich mit dem von Stefan Züst gespendeten Zmorge-Zopf gestärkt hatten. Morgen Samstag sind die Schönheiten in Lindau zu bewundern. In Lindau gibt es einen Apero zu Ehren der 90 Jahre alten «Pusteback».

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