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Die neue Weinfelder Tagesschule hat kaum Anmeldungen

Im neuen Primarschulzentrum Elisabetha Hess geht nach den Sommerferien
die zweite Tagesschule auf. Bislang haben sich erst drei Eltern ihre Kinder für das Betreuungsangebot angemeldet.
Sabrina Bächi
Behördenmitglied Eva Dal Dosso und Tagesschulleiter Chris Weickl in den Räumen der künftigen Tagesschule. (Bild: Reto Martin)

Behördenmitglied Eva Dal Dosso und Tagesschulleiter Chris Weickl in den Räumen der künftigen Tagesschule. (Bild: Reto Martin)

Die Wände sind weiss. Ohne Zeichnungen. Möbel fehlen. Es ist zwar hell, grosse Fenster lassen viel Sonnenlicht ins Innere, aber es wirkt noch nicht heimelig. Das soll sich ändern. Die Räume der Tagesschule im neu gebauten Primarschulzentrum Elisabetha Hess warten nur auf Kinder, die alles mit Leben füllen. Doch noch hat der Traum einen Haken: Es fehlen die Anmeldungen.

Eva Dal Dosso, Vizepräsidentin der Primarschulbehörde und Vorsitzende der Kommission Tagesschule nimmt ein Blatt zur Hand: «Die Auswertungen aus der Bedarfsumfrage haben gezeigt, dass das Angebot bei den Eltern gefragt ist», sagt sie. Umso grösser die Ernüchterung so kurz vor der Eröffnung. «Konkret habe ich erst drei Anmeldungen erhalten», sagt Chris Weickl, Leiter der Tagesschule. Im Minimum müssten aber fünf Kinder pro Tag in der Tagesschule sein, damit es sich lohnt, diese zu öffnen.

Nur an zwei Nachmittagen geöffnet

«Weinfelden ist vorne mit dabei, wenn es um Tagesschulen geht», sagt Weickl. Geplant ist, dass es auch im neuen Schulhaus Martin Haffter eine Tagesschule gibt. Bereits für alle drei Standorte ist der Mittagstisch vorhanden. Das bisher einzige Tagesschulangebot ist im Paul-Reinhart-Schulhaus. «Dort betreuen wir 94 Kinder, das sind etwa zehn Prozent aller Weinfelder Primarschüler», sagt er. Eva Dal Dosso ist überzeugt vom Angebot. «Der Anfang ist meist etwas harzig, dass allerdings so wenig Eltern ihre Kinder anmelden, hätte ich nicht gedacht», sagt sie. «Die Anmeldungen decken sich nicht mit den Ergebnissen der Bedarfsumfrage.»

So wie es derzeit aussieht, wird die Tagesschule im «Elisabetha Hess» nach den Sommerferien nur ein bis zwei Nachmittage geöffnet sein. «Die angemeldeten Kinder nehmen wir an den restlichen Tagen einfach mit in die Tagesschule vom Paul-Reinhart-Schulhaus», erklärt Weickl. Die Betreuung sei in jedem Fall sichergestellt.

Keine Mindestzeiten für das Betreuungsangebot

Der Mittagstisch kann aufgrund der Anmeldungen täglich durchgeführt werden. Anmeldungen nimmt Chris Weickl auch ganz spontan entgegen. «Wir sind in der Betreuung sehr flexibel. Bei uns gibt es keine Mindestzeit, die das Kind in der Tagesschule sein muss.» Das Angebot richte sich schliesslich an die Ansprüche der arbeitenden Eltern.

Gedacht ist das Angebot, damit Kinder von arbeitenden Eltern nicht alleine Zuhause sind, sondern nach dem Unterricht professionell betreut werden. «Wir bieten auch Hausaufgabenhilfe an», sagt Tagesschulleiter Chris Weickl. Die Tagesschule ist in einem separaten Bereich im neuen Schulhaus und verfügt über verschiedene Räume: das «Gumpizimmer», ein Spielzimmer und einen Ruhe- und Essraum. «Wir schauen auch, dass wir viel Aktivitäten mit den Kindern machen können. Eine Schnitzeljagd im Wald beispielsweise. Toll ist, dass wir den neuen Spielplatz im Elisabetha Hess nutzen können», sagt Weickl.

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