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Die Muslims der Region Sulgen bekommen eine Moschee

Mit der Grundsteinlegung für eine eigene Moschee ist für den Verein Moschee Kradolf-Schönenberg ein langgehegter Wunsch in Erfüllung gegangen. Am Festakt nahmen zahlreiche Würdenträger aus dem In- und Ausland teil.
Monika Wick
Mustafa Saliu, Präsident des Vereins Moschee Kradolf-Schönenberg, bei der Grundsteinlegung. (Bild: Monika Wick)

Mustafa Saliu, Präsident des Vereins Moschee Kradolf-Schönenberg, bei der Grundsteinlegung. (Bild: Monika Wick)

Manche Sulger dürften sich am Samstag gewundert haben. Kurz vor dem Mittag ertönte aus Lautsprechern die Stimme eines betenden Muslims. Dieser sass in einem Zelt, das sich auf dem Gelände an der Romanshornstrasse befand, auf dem in Kürze die neuen Räumlichkeiten des Vereins Moschee Kradolf-Schönenberg entstehen werden.

Die Freude bei den Verantwortlichen und den Gläubigen war gross, als am Samstag endlich der Grundstein für das langersehnte Gebetshaus gelegt werden konnte. «Unsere Väter sind in die Schweiz gekommen, um Geld zu verdienen. Sie wollten sich und den Daheimgebliebenen ein besseres Leben ermöglichen und in der Heimat ein Haus bauen», erklärte Mustafa Saliu, Präsident des Vereins Moschee Kradolf-Schönenberg. «Doch es ist anders gekommen. Sie haben ihre Familien nachgezogen und mussten hier ihre religiösen Pflichten erfüllen», fügte er hinzu.

Grundstein für Akzeptanz, Toleranz und Respekt

Da für die Abendgebete jeweils weit gereist werden musste, reifte in den Muslimen aus der Region der Wunsch, eine eigene Moschee zu besitzen. Bevor der Verein vor rund 15 Jahren Räume in der Teigi in Kradolf bezog, teilte man sich mit türkischen Gläubigen eine Moschee in Bürglen. Als der Platz in den improvisierten Räumen der Teigi zu eng wurde und Parkplatzprobleme auftraten, entschied sich der Verein für den Kauf der Liegenschaft in Sulgen.

Das Areal liegt im Zentrum des Einzugsgebietes. «Heute ist für uns ein historischer Tag. Es ist keine einfache Grundsteinlegung. Wir legen einen Grundstein für Akzeptanz, Toleranz, Respekt und das Zusammen- leben», sagte Mustafa Saliu. Von Behördenseite wandte sich Erwin Dreier, Gemeinderat von Sulgen, an die Festgemeinde.

«Das Baugesuch, das Ihr eingereicht habt, hat in der Bevölkerung eine demokratische Diskussion ausgelöst. Vier Jahre lang ging nichts vorwärts, das Bau- vorhaben war blockiert», erinnerte sich Dreier. Nichtsdestotrotz konnte er der Situation auch Positives abgewinnen. «Die Sulger haben sich mit der Thematik befasst und das ist wichtig für alle», stellte Dreier fest.

Dunkelgraues Bauwerk mit goldener Kuppel

Dunkelgraues Bauwerk- mit goldener Kuppel Nachdem rund ein Dutzend weiterer Würdenträger aus dem In- und Ausland in ihrer Muttersprache Grussbotschaften überbracht hatten, folgte die offizielle Grundsteinlegung, zu der die Funktionäre nacheinander eine Schaufel Beton in die vorbereitete Grube schütteten.

Die Moschee, die darauf errichtet und den Namen «Buhara» tragen wird, besteht aus zwei Gebäudekomplexen. Im dunkelgrauen Bau mit der goldenen Kuppel befinden sich künftig die Gebetsräume. Das zweite, weisse Gebäude bietet Platz für Büros, Sitzungs- und Gästezimmer sowie ein Restaurant.

Projekt wurde zur Geduldsprobe

Die Grundsteinlegung am 15. September 2018 hat eine lange Vorgeschichte. Bereits im April 2014 hatten die Politische Gemeinde Sulgen und der Verein Moschee Kradolf-Schönenberg das Projekt für eine Moschee der Öffentlichkeit vorgestellt. Bis zur Baubewilligung verstrichen wegen diverser Einsprachen rund vier Jahre. Derzeit werden Räumlichkeiten auf dem Teigi-Areal in Kradolf genutzt. (mwg)

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