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Die Mongolei profitiert vom Schweizer Überfluss dank Aktion in Lengwil

Zum letzten Mal lud Anita Fahrni mit Helfern Container mit Schulmobiliar für die Mongolei.
Viviane Vogel
Die Helfer beladen einen Schiffscontainer mit Schulmobiliar. (Bild: Anita Fahrni)

Die Helfer beladen einen Schiffscontainer mit Schulmobiliar. (Bild: Anita Fahrni)

Schulschluss im Juli: Jedes Jahr entsorgen Schulen ihr Mobiliar. Anita Fahrni, Entwicklungshelferin in der Mongolei findet, die Qualität und Quantität des zu entsorgenden Materials zeuge von Wohlstand und hohen Ansprüchen. Dem Sparwillen, den Schulen laut Fahrni immer wieder beteuern zum Trotz, werde das Mobiliar in noch sehr gutem Zustand ersetzt. Wandtafeln werden nicht mehr benötigt, von Pulten und Stühlen gibt es neuere Modelle. Fahrni, fände es schade, alles einfach wegzuwerfen.
Seit 2000 schickt Fahrni Schulmaterial und -mobiliar an Schulen und Universitäten in der Mongolei. Bisher kam sie auf etwa 27 Schiffscontainer, die in Lengwil geladen und nach Ulaanbaatar spediert wurden. Dort unternimmt sie persönlich die Verteilung vor allem an Dorfschulen. Am 20. und 23. Juli luden sie und ihre Helfer je einen Container.
Dies geschah nun zum letzten Mal. Das Material ist hier zwar immer noch in grossen Mengen vorhanden, welches von mongolischen Schulen nach wie vor begehrt ist. Allerdings musste Fahrni mit 75 Jahren einsehen, dass ihr diese Arbeit zu streng geworden ist. Einsatzbereite Freunde und Asylbewerber haben ihr nun dabei geholfen, die beiden letzten Container mit etwa 35 Tonnen Material zu laden und zu spedieren. Fahrni hofft, eine Organisation zu finden, welche die Aufgabe übernehmen könnte.

Ausgezeichnet von einer amerikanischen Universität

Vor zwei Jahre hat Fahrni die Leitung ihres Studentenaustausches an zwei weitere Mongolei-Fans übergeben können. Dank dieses Programms haben bis heute 101 Mongolinnen für jeweils ein Jahr in der Schweiz studieren können. Durch die 160 Schweizer, die in der Mongolei unterrichtet haben, und den Gasteltern hier hat sich ein starkes Netzwerk zwischen der Mongolei und der Schweiz entwickelt. Für ihren 20-jährigen Einsatz für die Mongolei hat die US-Bürgerin von der amerikanischen Universität Oberlin College den Distinguished Service Award 2018 bekommen. (red)

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