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Sie lernen alles über Fledermäuse

40 angehende Fledermausschützer aus dem Thurgau sind derzeit im in Ausbildung.
Am letzten Kurstag haben sie in der Kirche Lipperswil eine grosse Kolonie von Grossen Mausohren besucht.
Rita Schmidlin
Im Dachstock der Kirche in Lipperswil lebt eine Kolonie von Grossen Mausohren. (Bild: Rita Schmidlin)

Im Dachstock der Kirche in Lipperswil lebt eine Kolonie von Grossen Mausohren. (Bild: Rita Schmidlin)

In sieben Kurseinheiten lernen angehende Fledermaus-Schützende alles, was sie wissen müssen. Im Februar hat die Ausbildungszeit bei der Thurgauischen Koordinationsstelle für Fledermausschutz begonnen, die letzte Einheit findet Ende September statt. So ist die ganze Fledermaus-Saison abgedeckt. Im Kurstag am letzten Samstag waren die Biologie der Fledermäuse Thema sowie die Aufgaben als Schützer. Ausbilderin Franziska Heeb zeigte ihre Arbeit in der Pflegestation. Sie hatte dazu einige junge Fledermäuse mitgebracht. Die Teilnehmer lernten, wie sie Erste Hilfe leisten können, danach werden Findlinge in die Pflegestation gebracht. Marius Heeb vermittelte unter anderem das Arbeiten mit technischen Hilfsmitteln, die Art Grosses Mausohr wurde im Detail vorgestellt und für die Ausflugsbeobachtung Tipps gegeben.

Eine Zwergfledermaus, die von Ausbilderin Franziska Heeb gepflegt wird. (Bild: Rita Schmidlin)

Eine Zwergfledermaus, die von Ausbilderin Franziska Heeb gepflegt wird. (Bild: Rita Schmidlin)

Höhepunkt: Ausflug der Grossen Mausohren

Wolf-Dieter Burkhard, der zusammen mit seiner Frau Ursula seit 1984 die Fledermauskolonie in der Kirche Lipperswil betreut, wusste viel Interessantes über die Grossen Mausohren zu berichten. Das Mausohr ist eine typische Dachstock-Fledermaus, mit acht Zentimeter Kopf-Rumpflänge, einer Spannweite von 40 Zentimetern und einem Gewicht von 28-40 Gramm. Grund für diese Schwankung ist der Winterschlaf. Einst waren diese Fledermäuse sehr verbreitet in der Schweiz, im 1999 hat Burkhard in einer Broschüre geschrieben «Mausohren – eine Art in Not». Leider muss er feststellen, dass dies trotz aller Bemühungen heute noch gilt. Schuld seien Quartierverluste und der massive Einbruch beim Insektenvorkommen.

Der anschliessende Besuch der Kolonie begeisterte die Teilnehmer. Den Abschluss des Tages bildete die Beobachtung und Zählung der ausfliegenden Mausohren. Das war ein tolles Erlebnis, als die rund 250 Weibchen zur nächtlichen Futterjagd ausschwärmten.

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