Die Märlitante eröffnet den Weinfelder Geschichten-Herbst

Das Theater Bilitz holt mit seinem Angebot im Theaterhaus Kinder und Jugendliche ab.

Monika Wick
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Christina Benz ist eine versierte Geschichtenerzählerin.

Christina Benz ist eine versierte Geschichtenerzählerin.

Bild: Monika Wick

«Chömet mit, es isch nüme wiit, es isch Gschichte-Herbscht-Ziit», singt Christina Benz. Die Kinder, die vor ihr auf kleinen Podesten sitzen, scheint dies zu freuen. Ihre Augen hängen an den Lippen der Erzählerin und warten gespannt darauf, welche Geschichte sie zum Auftakt des Geschichten-Herbst des Theater Bilitz bereithält.

Christina Benz ist sich der Aufmerksamkeit der Kinder sicher, es wird mucksmäuschenstill im Theaterhaus. Sie verkörpert die Märchentante genauso, wie man sie sich vorstellt. Mit ausschweifenden Bewegungen und mitreissender Mimik erzählt sie die Geschichte von Greta, deren Vater als Matrose davonsegelte, um Gold und Erz zu finden.

Kein Gold gefunden, dafür den Heimweg

«Er kam weder als reicher, noch als armer Mann zurück. Er blieb einfach weg», erzählt Christina Benz. Auf Anraten einer alten Frau, die eines Tages bei Greta und ihrer Mutter auftauchte und Milch kaufen wollte, machte sie sich auf die Suche nach ihm. Ihr Weg führte sie über eine grosse Düne zum Meer, wo ihr ein grosser, weisser Vogel riet, drei Steine ins Wasser zu werfen. Daraufhin erschien am Horizont ein Segelschiff mit Gretas Vater an Bord. «Du hast zwar kein Gold, dafür aber den Nachhauseweg gefunden und das ist viel besser», freut sich Greta, der Christina Benz wie allen anderen Charakteren eine eigene Stimme verleiht.

Für die musikalische Untermalung sorgt Daniel Schneider. Gekonnt baut er Spannung auf oder lässt das Meer rauschen. Roland Lötscher, Leiter des Theater Bilitz, erklärt:

«Wir haben vom Kanton den Auftrag, Angebote für Kinder und Jugendliche zu realisieren.»

Erfreut darüber ist die sechsjährige Annina aus Weinfelden, die die Vorstellung zusammen mit ihrer Grossmutter besucht hat. «Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen, sie war sehr spannend. Ich möchte gerne wieder einmal ins Theater», erklärt sie. Gelegenheit dazu hat sie am 4. Oktober, 1. November und 6. Dezember.

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