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Die Leichtathletikelite traf sich in Amriswil

Sportler, Gönner und Politiker feierten am Samstagabend im Wasserschloss Hagenwil das 20-Jahr-Jubiläum des Leichtathletik-Sportabends. Die erfolgreichen Sportler gaben Tipps, wie ein Ausbrennen verhindert werden kann.
Chris Marty
Trainer Werner Dietrich, 400-Meter-Hürdenläuferin Yasmin Giger, Trainer Jean-Pierre Egger und 400-Meter-Hürdenläufer Kariem Hussein.(Bild: Chris Marty)

Trainer Werner Dietrich, 400-Meter-Hürdenläuferin Yasmin Giger, Trainer Jean-Pierre Egger und 400-Meter-Hürdenläufer Kariem Hussein.(Bild: Chris Marty)

Am Samstag fand im Wasserschloss Hagenwil zum 20. Mal der Leichtathletik-Sportabend statt. Aus feierlichem Anlass waren neben viel Prominenz auch einige der besten Leichtathleten der Schweiz geladen. Gegründet wurde der Anlass zu Werner Günthörs Zeiten als Dank für dessen Freunde, Sponsoren, Trainer, Helfer, Banker und Mediziner. Heute ist er für die Athleten, mit Gästen aus Politik, Wirtschaft und Sport, ein Renommeeanlass: «Wir möchten etwas zurückgeben und Türen öffnen. Die Chance muss aber jeder selber ergreifen», sagte Initiant Roland Günthör.

Udo Beyer machte 500 Trainingsstösse pro Woche

Unter den geladenen Gästen weilte auch Udo Beyer, der ehemalige Kugelstösser aus der Sportlerära der DDR und Konkurrent des Thurgauers Werner Günthör. Beyer wurde mit 21 Jahren Olympiasieger, verbesserte dreimal den Weltrekord im Kugelstossen, wurde Junioren-, zweimal Europameister und elfmal DDR-Meister. Angesprochen auf ein No-Go im Sport meint er: «Man darf sich nicht auf andere verlassen. Die wichtigste Person ist der Trainer, er meint es immer ehrlich mit Dir.» Während seiner Karriere war er Angehöriger der Armee und absolvierte gegen 500 Trainingsstösse pro Woche. Zum Vergleich: Werner Günthör manchmal nur deren 30.

Während des Talks sass Udo Beyer neben seinem ehemaligen Widersacher Werner Günthör, der hin und wieder ins Schriftdeutsche übersetzte. Zum No-Go meint Werner Günthör, dem bisher erfolgreichsten Schweizer Leichtathleten, der dreimal Kugelstossweltmeister, Europameister, Hallenweltmeister und -europameister wurde und an den Olympischen Spielen Bronze gewann: «Du darfst nie denken ‹es geht dann schon› und die Sache schleifen lassen!»

Regierungsräte laufen

Auch die Thurgauer Sportministerin, Regierungsrätin Monika Knill, ist im Sport zu Hause: «Ich bin Polysportlerin und betreibe Laufsport und Volleyball.» Ihren Beitrag zum Sport sieht sie als Regierungsrätin im Schaffen guter Rahmenbedingungen, einem Mix aus privater, kantonaler und staatlicher Förderung. Regierungsrat Jakob Stark ist ebenfalls Freizeitläufer und Fan von Weltklasse Zürich. Am meisten interessieren ihn die Wurfdisziplinen. «Als Jugendlicher war ich im Sport recht gut», verrät er.

Regierungsrat Jakob Stark, der ehemalige Kugelstösser Werner Günthör, Regierungsrätin Monika Knill und der ehemalige Kugelstösser Udo Beyer. (Bild: Chris Marty)

Regierungsrat Jakob Stark, der ehemalige Kugelstösser Werner Günthör, Regierungsrätin Monika Knill und der ehemalige Kugelstösser Udo Beyer. (Bild: Chris Marty)

Kein Unbekannter auf den internationalen Tartanbahnen ist der Tägerwiler 400-Meter-Hürdenläufer und Europameister von 2014, Kariem Hussein. Als Handicap auf dem Weg zum Erfolg bezeichnet er die Zusammenarbeit mit negativ gestimmten Leuten. Ernüchternd stellt er fest: «Meist kommt erst im Nachhinein aus, was einem nicht gut tat! Er, der erst kürzlich das Staatsexamen zum praktizierenden Arzt abgeschlossen hat, gibt folgenden Tipp gegen das Ausbrennen im Sport und im Leben: «Mach etwas, das Dir Passion ist, verwirkliche Dich selbst und schaue, dass Du Erfüllung findest.»

Für die junge Athletin und mehrfache Schweizer Meisterin im 400-Meter-Hürdenlauf, Yasmin Giger, ist klar: Ein No-Go im Sport ist jegliche Art von Drogenkonsum und die Unehrlichkeit sich selbst gegenüber.

Nicht auf alles verzichten

Neben den Athleten waren auch die beiden Erfolgstrainer Jean-Pierre Egger und Werner Dietrich geladen. Für Egger ist klar: «Mache nie etwas widerwillig, und spiele nie Deine kleine Karte aus, sondern immer Deine Trümpfe!» Werner Dietrich empfiehlt: «Ein ausschweifendes Leben ist auf dem Weg zum Erfolg sicher ein No-Go. Aber: Du darfst Dich auch nicht zu stark in den Zaum nehmen und auf alles verzichten, was Dir Spass macht. Habe es lustig, und nimm es nicht zu ernst.»

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