Die Krone soll wieder glänzen: Altnau steht vor einem zukunftsweisenden Entscheid über das Hafenareal und die Gastronomie

Die Gemeinde Altnau möchte das in die Jahre gekommene Gasthaus am See sanieren und daneben ein Restaurant bauen. Auch die Hafenpromenade soll aufgewertet werden. Die Gemeindeversammlung entscheidet am 26. November über 6,65 Millionen Franken.

Urs Brüschweiler
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Die Visualisierung zeigt die sanierte «Krone» und das geplante Restaurant sowie die aufgewertete Promenade am Altnauer Hafen.

Die Visualisierung zeigt die sanierte «Krone» und das geplante Restaurant sowie die aufgewertete Promenade am Altnauer Hafen.

(Bild: PD/Nightnurse Images, Zürich)

Es ist eine grosse Kiste für Altnau.

«Wir haben Respekt vor diesem Projekt und der grossen Zahl.»
Hans FeuzGemeindepräsident Altnau

Hans Feuz
Gemeindepräsident Altnau

(Bild: PD)

Das betont Gemeindepräsident Hans Feuz. Seit Jahren laufen schon die Diskussionen und Abklärungen, was aus dem altehrwürdigen aber baulich nicht mehr zeitgemässen Gasthaus Krone an bester Lage werden soll.

Am 26. November werden nun die Stimmbürger an der Gemeindeversammlung einen folgenschweren Entscheid zu fällen haben. Der Gemeinderat möchte das 200 Jahre alte und denkmalgeschützte Gebäude total sanieren und gleichzeitig daneben ein neues Restaurant bauen. Zusätzlich will man auch die Umgebung und die öffentliche Hafenpromenade aufwerten. Zusammen ergeben sich daraus Investitionskosten von 6,65 Millionen Franken. Der Gemeinderat beantragt den Stimmbürgern einen Rahmenkredit in dieser Höhe.

Viele Varianten für die Zukunft der Krone diskutiert

Bis man an diesen Punkt gelangte, habe man lang und breit sowie auch unter Einbezug der Öffentlichkeit verschiedeneste Varianten geprüft für die Zukunft der Krone. Feuz sagt:

«Wir sind überzeugt,
dass dieser Weg der Richtige ist»

Die Gemeinde habe bereits auf dieses Vorhaben gespart, führt der Gemeindepräsident aus. 1,2 Millionen Franken sind im Erneuerungsfonds bisher zurückgestellt worden.

Die Visualisierung zeigt die «Krone» und den Restaurantneubau von der anderen Seite.

Die Visualisierung zeigt die «Krone» und den Restaurantneubau von der anderen Seite.

(Bild: PD/Nightnurse Images, Zürich)

Gastronomie zügelt vom Altbau in den Neubau

Ein Pächterwechsel steht in der «Krone» mit der Pensionierung der aktuellen Gasthausbetreiber sowieso vor der Tür. Die Gastronomie soll künftig nicht mehr im Altbau Platz finden, sondern im Neubau daneben.

Für das neue Restaurant will die Gemeinde im kommenden Jahr einen Pächter suchen. Interessenten gebe es genug, ist sich der Gemeinderat sicher. Man sei schon bei der Ausarbeitung des Neubauprojekts mit interessierten Gastronomen im Gespräch gestanden, um die Bedürfnisse abzuklären, erklärt Hans Feuz. Über circa 100 Innenplätze und etwa 200 Aussenplätze wird das Restaurant verfügen. Eine eigene Essensausgabestelle ist vorgesehen, der Betrieb eines Biergartens ist möglich.

«Wir mussten den Baukörper eingeschossig und generell zurückhaltend planen», sagt Feuz. Dies aus Rücksicht auf die denkmalgeschützte «Krone». 2,38 Millionen kostet der Neubau.

Die «Krone» wird ausgehöhlt

Teurer wird die Sanierung des alten Gasthauses. 3,45 Millionen sind dafür veranschlagt. «Wir höhlen das Gebäude aus», sagt Feuz. «Das ist zwingend nötig». Aus energetischer und statischer Sicht entspreche das Gasthaus nicht mehr den Standards. Ein Lift wird eingebaut, damit es behindertengerecht wird. Für den Betrieb eines Restaurant sei die Raumaufteilung schon lange ungeeignet. In der sanierten «Krone» werden im Erdgeschoss Lagerräume für das Restaurant bereit stehen. Im mittleren Teil entstehen vier Wohnungen und im Dachgeschoss sind vier Studios vorgesehen.

Sollte das Projekt bei der Bevölkerung Zustimmung erlagen, werde die Verschuldung der Gemeinde zwar steigen. «Wir sind aber überzeugt, dass die Finanzierung langfristig tragbar ist, und es insgesamt ein grosser Gewinn für die Gemeinde ist.»

Am 21. Oktober, 20.00 Uhr, findet in der Schwärzihalle Altnau eine öffentliche Infoveranstaltung statt.