Kommentar

Die Kreuzlinger wollen Natur statt Plastik

Kommentar von TZ-Redaktor Urs Brüschweiler zum Nein der Kreuzlinger Stimmberechtigten zum 2,85 Millionen Franken-Projekt eines Kunstrasen-Fussballfeldes im Gebiet Döbeli. 

Urs Brüschweiler
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TZ-Redaktor Urs Brüschweiler (Bild: Ralph Ribi)

TZ-Redaktor Urs Brüschweiler (Bild: Ralph Ribi)

So ganz überraschend kam das Nein nicht. Dass es mit dem Kunstrasenprojekt im Döbeli eng werden könnte, war absehbar. Mit knapp 57 Prozent fiel die Ablehnung sogar ziemlich deutlich aus.

Ein Plastikfussballfeld erscheint den Bürgern aus ökologischer Sicht nicht mehr annehmbar. Die Kritik aus grünen Kreisen dürfte den Ausschlag gegeben haben. Die Kosten oder Missgunst gegenüber der AS Calcio, die in Tat eine herausragende Jugendarbeit macht, waren wohl weniger entscheidend. Verdient hätte dies der Club auf keinen Fall.

Hoffentlich lassen sich die Verantwortlichen des Vorzeigevereins nicht entmutigen und schauen rasch nach vorn. Wenn kein Kunstrasenfeld, dann eben ein Naturrasenplatz, soll die Devise lauten. Der Stadtrat hat diesen Weg offenbar ebenfalls bereits erkannt.