Die Kreuzlinger Wassersportler haben treue Fans

Die Zuschauer drücken beim ersten Playoff-Final-Spiel für ihre Heimmannschaft die Daumen. Am Donnerstag brauchten sie Nerven.

Viola Stäheli
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Nadine Heinrich (27) und Nadine Redder (35). (Bild: Viola Stäheli)

Nadine Heinrich (27) und Nadine Redder (35). (Bild: Viola Stäheli)

«Es ist toll, dass die Jungs so weit gekommen sind», sagt Nadine Heinrich aus Ermatingen. Ein bisschen nervös ist sie, kurz bevor das erste Playoff-Finalspiel der NLA zwischen dem SC Kreuzlingen und Lugano startet. Sie ist hier, um die Kreuzlinger Wasserballer zu unterstützen und ihrem Freund, Marc Herzog, die Daumen zu drücken.

Daumen drückt auch Nadine Redder, Frau von Trainer Benjamin Redder. Überlegen, was sie tragen soll, musste sie nicht. «Vor 10 Jahren, als ich und Benjamin ein Paar wurden, habe ich mir für das Finale dieses T-Shirt gemacht. Benjamin hat selbst noch gespielt und sie haben die Partie gewonnen», sagt die 35-Jährige aus Altnau lachend.

Beim Wasserball bleibt keine Zeit zum «bällele»

Dominik Egger (32), Küde Höpli (64) und Patrick Staub (45). (Bild: Viola Stäheli)

Dominik Egger (32), Küde Höpli (64) und Patrick Staub (45). (Bild: Viola Stäheli)

Entspannt ist der 64-jährige Küde Höpli. Der Zubener ist seit dem ersten Meisterschaftsspiel auf der Zuschauertribüne anzutreffen und Mitglied bei den «Supportern», dessen Präsident Patrick Staub ist. «Wasserball ist ein faszinierender Sport und ich möchte möglichst vielen einen Zugang verschaffen», sagt der 45-Jährige Staub aus Bottighofen. Dominik Egger, Chef Wasserball, hatte einiges zu erledigen. «Sponsoren empfangen, Festwirtschaft organisieren – es gab zu tun», sagt der 32-Jährige aus Weinfelden.

Victor Lussi (62), Hansruedi Binswanger (67) und Andy Heller (56). (Bild: Viola Stäheli)

Victor Lussi (62), Hansruedi Binswanger (67) und Andy Heller (56). (Bild: Viola Stäheli)

Auf der anderen Seite stehen Hansruedi Binswanger aus Landschlacht sowie Viktor Lussi und Andy Heller aus Tägerwilen. Sie verfolgen das Spiel aus nächster Nähe. «Bei wichtigen Partien sind wir immer hier», sagt der 56jährige Heller. Für den 67jährigen Binswanger bietet Wasserball die spannendsten Spiele überhaupt: «Der Abschluss nach einem Angriff muss innerhalb einer halben Minute erfolgen. Da bleibt keine Zeit zum «bällele».» Dem pflichtet auch der 62jährige Lussi bei.

Leonie Munz (20) und Darleen Dietler (20). (Bild: Viola Stäheli)

Leonie Munz (20) und Darleen Dietler (20). (Bild: Viola Stäheli)

Das erste Finalspiel ist für Kreuzlingen entschieden. Die 20jährige Leonie Munz ist erleichtert. «Bitte kein Penaltyschiessen mehr, das halten meine Nerven nicht aus», sagt die Kreuzlingerin lachend. Sie ist die Freundin von Philipp Herzog, der am Ende das entscheidende Tor gemacht hat. Die 20jährige Darleen Dietler aus Oberhofen sagt: «Ich finde es bewundernswert, wie nervenstark die Kreuzlinger sind.»