Die Kradolf-Schönenberger erschienen in Scharen zum Neujahrsapéro 

Die Einwohner der Gemeinde Kradolf-Schönenberg waren am Berchtoldstag eingeladen, im Restaurant Klein Rigi gemeinsam den Beginn des neuen Jahres zu feiern.

Georg Stelzner
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Jakob Stark, neugewählter Ständerat aus Buhwil, stösst mit einer Einwohnerin auf das Jahr 2020 an.

Jakob Stark, neugewählter Ständerat aus Buhwil, stösst mit einer Einwohnerin auf das Jahr 2020 an. 

Bild: Georg Stelzner

Auch wenn sich vieles ändert, etwas bleibt doch gleich: das grosse Interesse am Neujahrsapéro der Gemeinde Kradolf-Schönenberg. Die Zahl jener Einwohner, die sich am 2. Januar zum «Klein Rigi» in Schönenberg aufmachten, um auf das neue Jahr anzustossen, hätte jeder Gemeindeversammlung zur Ehre gereicht.

Es war aber nicht nur in dieser Hinsicht ein aussergewöhnlicher Anlass. Die AachThurLand-Gemeinde konnte auch bezüglich politischer Prominenz auftrumpfen, mischten sich mit Regierungsrat Walter Schön-
holzer aus Neukirch an der Thur und Ständerat Jakob Stark aus Buhwil doch zwei ranghohe Politiker unters Volk.

Wasserqualität ist wieder besser

Gemeindepräsident Heinz Keller liess in seiner Ansprache die wichtigsten Ereignisse des Jahres 2019 nochmals Revue passieren. Zur Sprache kamen dabei diverse Strassenbauprojekte, die Unterquerung der Thur mit Leitungen zum Zwecke einer verbesserten Versorgungssicherheit und die Ortsplanungsrevision, die einen neuen Zonenplan und ein neues Baureglement zur Folge hatte.

Keller erwähnte in seinem Rückblick auch die seit einigen Wochen bekannte Problematik der beeinträchtigten Trinkwasserqualität. Der Gemeindepräsident hatte diesbezüglich erfreuliche Nachrichten: «Der Grenzwert wird jetzt wieder deutlich unterschritten. Der Seewasseranteil konnte bereits reduziert werden.»

Der Gemeindepräsident würdigte herausragende sportliche Leistungen von Einwohnern wie Mara Schönholzer (Armbrustschiessen), Hans Nessensohn (Judo) oder Hansi Nyfeler (Extremradsport) und stellte Tobias Stübi als Nachfolger von Aldo Ringger und somit als neuen Werkhofleiter vor.

Vorsatz für 2020: Zeit sinnvoll nutzen

Keller räumte ein, dass er im Jahr 2019 arbeitsmässig des öfteren «im roten Bereich gelaufen» sei und bezeichnete den Zeitmangel generell als Problem. Er habe sich deshalb vorgenommen, künftig vermehrt Prioritäten zu setzen und die zur Verfügung stehende Zeit gezielter zu nutzen. Ausdrücklich dankte Keller den vielen Einwohnern, die sich das ganze Jahr über im Hintergrund für die Gemeinde engagiert hatten.

Seine Zuhörer munterte der Gemeindepräsident auf, nicht passiv zu verharren, sondern die Zukunft durch eigenes Handeln aktiv zu gestalten. Alle hätten die Möglichkeit dazu, Dinge zu verändern, betonte Keller. Man dürfe aber nicht der Versuchung erliegen, sich mit einer Symptom-
bekämpfung zufrieden zu geben.

In seiner Funktion als Politiker erteilte Keller weiteren Gesetzen und Vorschriften eine Absage und rief dazu auf, sich vermehrt auf die Eigenverantwortung zu besinnen.