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Die Kompetenzen im Amriswiler Stadtrat werden neu gemischt

Ende Mai verlassen ein Anwalt und ein Projektleiter für die Grundausbildung von Mechanikern den Stadtrat. Neu nehmen eine Landwirtin und ein Landwirt mit Lehrtätigkeit Einsitz.
Rita Kohn
Der neue Amriswiler Stadtrat, wie er sich ab dem 1. Juni 2019 zusammensetzt. (Bildmontage: Infografik Tagblatt)

Der neue Amriswiler Stadtrat, wie er sich ab dem 1. Juni 2019 zusammensetzt. (Bildmontage: Infografik Tagblatt)

Amriswil ist eine Stadt. So entschied es der Stadtrat 2004 und setzte es auf den nächsten 1. Januar um. Ab dem 1. Juni 2019 gibt es allerdings eine starke Bauern-Vertretung im Stadtrat. Gleich drei Mitglieder leben hauptsächlich von der Landwirtschaft. Bedeutet das für Amriswil nun, dass die Stadt sich von der urbanen Ebene tendenziell wieder in Richtung ländlich geprägter Gemeinde entwickelt?

Stefan Koster (SVP)

Stefan Koster (SVP)

Stefan Koster, seit 2007 Mitglied des Stadtrats (Ressort Sport und Freizeit) betreibt zusammen mit einem weiteren Landwirt eine Betriebsgemeinschaft zwischen Oberaach und Niederaach. Er engagiert sich stark für bäuerliche Belange, ist unter anderem im Agro-Verein und in der SVP aktiv und bringt ein breites Fachwissen im Bereich konventionelle Landwirtschaft ein.

Sandra Reinhart (Grüne)

Sandra Reinhart (Grüne)

Sandra Reinhart von der Grünen Partei nimmt neu im Stadtrat Einsitz. Sie betreibt zusammen mit ihrem Ehemann seit 2006 eine Landwirtschaft, die sich vor allem auf eine artgerechte Tierhaltung und Fleischproduktion spezialisiert hat. Die einstige Kauffrau ist Mitglied der Grünen Partei, engagiert sich vor allem im Bereich Umwelt und Natur. 2017 schloss sie ihre Ausbildung zur Natur- und Umweltfachfrau ab.

Felix Würth (SVP)

Felix Würth (SVP)

Felix Würth ist der Jüngste im Bunde. Der Hagenwiler Landwirt hat unter anderem die Ausbildung als Agrotechniker abgeschlossen und arbeitet heute teilweise im Arenenberg als Berufsschullehrer. Auf politischer Ebene war er vor allem als Präsident der SVP-Ortspartei tätig.

Juristen gibt es im Rat keine mehr

Sandra Reinhart und Felix Würth ersetzen den Projektleiter für die Grundausbildung von Mechanikern, Claudio Zaffonato (Grüne/Ressort Umwelt) und den Rechtsanwalt André Schlatter (CVP/Ressort Sicherheit und Rechtspflege). Waren über längere Zeit zwei Rechtsanwälte Mitglied des Stadtrats, gibt es künftig keinen Juristen mehr.

Gabriel Macedo (FDP)

Gabriel Macedo (FDP)

Immerhin bringt der neue Stadtpräsident Gabriel Macedo eine Ausbildung als patentierter Rechtsagent und Rechtsfachmann mit, womit immerhin eine juristische Grundkompetenz gewährleistet ist. Der neue Stadtpräsident kommt aus dem Verwaltungsbereich, kann also auf ein fundiertes Wissen zurückgreifen, wenn es um die Leitung einer Gemeinde geht.

Ressorts neu verteilen

Als eine der ersten Amtshandlungen wird der neue Stadtrat im Juni dieses Jahres die neun Ressorts neu verteilen. Nach dem Ausscheiden von Vizepräsident André Schlatter ist das Ressort Sicherheit und Rechtspflege verwaist, Claudio Zaffonato hatte das Ressort Umwelt inne. Auch den bisherigen Stadträten steht es frei, ein anderes Ressort als das bisher geführte zu wählen. Dem Stadtpräsidenten unterstehen traditionell die beiden Ressorts Bau und Finanzen. (rk)

Das ist ein neuer Aspekt im Stadtrat. Vorgänger Martin Salvisberg wechselte nach seiner Wahl von der Geschäftsleitung der Landi Aachtal an die Spitze der Stadt. Auch dessen Vorgänger Peter Kummer, ein Unternehmer, war verwaltungstechnisch eher ein Quereinsteiger, konnte allerdings als langjähriger Schulpräsident Erfahrungen sammeln. Gabriel Macedo wird als Stadtpräsident traditionell den Bereich Finanzen übernehmen.

Richard Hungerbühler (FDP)

Richard Hungerbühler (FDP)

Als Finanzchef einer grossen Baufirma hätte auch FDP-Parteikollege Richard Hungerbühler dazu einiges beizutragen. Richard Hungerbühler, der viele Jahre als Schulbehördenmitglied amtete, führt das Ressort Jugend.

Wirtschaft, Bauwesen und Behörde

Erwin Tanner (SVP)

Erwin Tanner (SVP)

Maschineningenieur Erwin Tanner führte bisher das Ressort Gesundheit und Alter. Er kündigte bereits an, dass er dieses Ressort weiterführen werde, da noch einige Projekte offen seien.

Daniela Di Nicola (SVP)

Daniela Di Nicola (SVP)

Aus der Wirtschaft kommt auch Stadträtin Daniela Di Nicola. Die SVP-Politikerin ist Unternehmerin. Sie betreute bisher das Ressort Verkehr und Soziales, wobei sie vor allem mit ihren Integrationsprogrammen für Arbeitslose für Aufmerksamkeit sorgte.

Stefan Mayer (FDP)

Stefan Mayer (FDP)

Stefan Mayer von der FDP, im Immobilien- und Bauwesen tätig, vertritt ebenfalls die Wirtschaft. Er möchte sich weiterhin um das Ressort Raum- und Stadtentwicklung kümmern.

Madeleine Rickenbach (SP)

Madeleine Rickenbach (SP)

Auch Madeleine Rickenbach von der SP möchte ihrem bisherigen Ressort Kultur und Integration treu bleiben. Als Berufsbeiständin in Romanshorn bringt jedoch auch viel Erfahrung im Sozialwesen in den Rat ein.

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