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Die Bischofszeller Katholiken sagen Ja zum Verkauf einer Liegenschaft

Die Kirchgemeinde saniert die Bischofszeller Stiftsamtei und verkauft die Liegenschaft Schottengassse 4/6.
Erwin Schönenberger
Die Stiftsamtei an der Schottengasse benötigt eine Sanierung. (Bild: Erwin Schönenberger)

Die Stiftsamtei an der Schottengasse benötigt eine Sanierung. (Bild: Erwin Schönenberger)

Mit dem Verkauf der Liegenschaft Schottengasse 4/6 und dem Projektierungskredit für die Sanierung der Stiftsamtei standen an der katholischen Kirchgemeindeversammlung vom Sonntag in der Pelagiuskirche gleich zwei Traktanden zur Diskussion, die beträchtliche Auswirkungen auf die Finanzen der Kirchgemeinde haben werden.

«Wollen wir die katholische Kirchgemeinde verwalten oder für die Zukunft gestalten?»

Diese Frage habe die Behörde sich für die Zukunft der Kirchgemeinde Bischofszell gestellt, erklärte Kirchenpräsident Thomas Diethelm zu Beginn der Versammlung vom Sonntag in der Pelagiuskirche. «Die beiden finanziell und strukturell wichtigen Traktanden der heutigen Versammlung zeigten, dass es der Behörde darum geht, die Gemeinde im positiven Sinne weiter zu entwickeln und damit in eine gute Zukunft zu führen.» Dass sowohl der Verkauf der Liegenschaft Schottengasse 4/6 (Kaplanei/Mesmerhaus) an die bisherigen Mieter, wie auch der Planungskredit für die Sanierung der Stiftsamtei Diskussionen auslösen würden, war zu erwarten. Deshalb war es nicht überraschend, dass sich bei beiden Traktanden einige Stimmbürgerinnen und Stimmbürger zu Wort meldeten und entsprechende Anträge stellten.

Beim geplanten Verkauf der Häuser Schottengasse 4/6 an die bisherigen Mieter, die Familie Peter und Cornelia Keller, äusserten einige Votanten Bedenken daran, dass die Liegenschaften in Zukunft nicht mehr von der Kirchgemeinde genutzt werden könnten, zum Beispiel auch im Zusammenhang mit dem Umbau der Stiftsamtei. Der Antrag, das Traktandum zu sistieren und an die Behörde zurückzuweisen, wurde dann allerdings klar abgelehnt, sodass über den Verkauf geheim abgestimmt werden konnte. Mit 82 Ja zu 33 Nein stimmten die Kirchbürgerinnen und Kirchbürger dem Verkauf zum Preis von 830'000 Franken klar zu.

Die Gesamtkosten sind gut zu verkraften

Die Sanierung und der Umbau der Stiftsamtei an der Schottengasse soll nun in die entscheidende Phase gehen. Dazu beantragt die Behörde einen Projektierungskredit von 255'000 Franken. Dabei wurde betont, dass dieses Traktandum unabhängig von einer Zustimmung zum Verkauf der Liegenschaft Schottengasse 4/6 ist. Kirchenpflegerin Corina Pasche-Strasser zeigte dabei auf, dass die geschätzten Gesamtkosten von ca. 3,5 Millionen Franken für die Kirchgemeinde verkraftbar sind. Kirchenpräsident Thomas Diethelm und Architekt Cyrill Bischof zeigten in ihren Ausführungen auf, dass es der Behörde ein Anliegen ist, die Stiftsamtei für die Zukunft so zu gestalten, dass sie vielseitig genutzt werden kann. Mit 81 Ja-Stimmen gegenüber 28 Nein stimmte die Versammlung diesem Kredit klar zu.

Mit dieser Zusage kann das Projekt Stiftsamtei in die Schlussphase gehen. Wenn alles planmässig läuft, dürfte nach der Genehmigung des entsprechenden Baukredits im Herbst 2020 oder Frühling 2011 mit dem Umbau begonnen werden. Nach knapp zwei Stunden konnte Thomas Diethelm die abwechslungsreiche und wichtige Versammlung schliessen.

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