Die jungen Einwohner erobern in Tägerwilen den Dorfplatz

Das umstrittene Kinder- und Jugendzentrum soll 15,36 Millionen Franken kosten. Abgestimmt wird am 27. September.

Kurt Peter
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So wird das neue Zentrum gemäss Visualisierung aussehen.

So wird das neue Zentrum gemäss Visualisierung aussehen.

(Bild: PD)

Im Namen der Baukommission begrüsste Präsident Roger Geiser am Mittwoch zahlreiche Interessierte am Standort des geplanten Kinder- und Jugendzentrums auf der Gemeindewiese. Dabei sprach er von einem «neuen Ergebnis, welches auf Grund der Überarbeitung des Siegerprojektes vorliegt».

Die Tiefgarage sei nun zweistöckig mit 90 Plätzen geplant. Die Baukommission habe sich zudem für einen Holz- statt Betonbau entschieden.

Zwei Mal durchgerechnet

Berater Michael Bühler erläuterte die Kosten, welche «auf Grund des Siegerprojektes aus dem Wettbewerb errechnet wurden». Zwei Berechnungsmethoden seien dabei parallel zur Anwendung gekommen, beide seien mit zwei Prozent nur minimal auseinander gelegen.

Die Gesamtkosten bezifferte Bühler auf 15,36 Millionen Franken, wobei 410000 Franken für Wettbewerb und Aufbereitungsphase bereits gesprochen seien. In den Kosten seien zudem 500000 Franken Reserve eingerechnet.

Schule und Gemeinde finanzieren den Bau

Daniel Heidegger, Präsident der Volksschulgemeinde Tägerwilen, erklärte, dass der Betrag korrekt zwischen Schule und Gemeinde aufgeteilt werde. Die Schule übernehme dabei den kompletten Hochbau und werde einen Rahmenkredit von 12,65 Millionen Franken beantragen.

Schulpräsident Daniel Heidegger erklärt das Projekt.

Schulpräsident Daniel Heidegger erklärt das Projekt.

(Bild: Kurt Peter)

Es gehe dabei auch um Räume für den Kindergarten. Das Schulhaus Gottlieben habe die Kapazitätsgrenzen überschritten, zudem würden bis 2023 steigende Schülerzahlen erwartet. Der Gottlieber Kindergarten ziehe nach Tägerwilen.

Der Gemeinderat beantrage einen Rahmenkredit von 2,3 Millionen Franken für die Tiefgarage und einen Beitragskredit von 2,4 Millionen Franken an das Kinder- und Jugendzentrum, erklärte Gemeindepräsident Markus Thalmann. Zusammen mit der Schule könne bei der Realisierung des Zentrums ein neuer Dorfplatz gestaltet werden. Thalmann sagt:

«Wir planen jetzt das fehlende Zentrum für unser Dorf.»
Gemeindepräsident Markus Thalmann

Gemeindepräsident Markus Thalmann

(Bild: Reto Martin)

Die Gemeindewiese sei heute nur Parkplatz, Schotterrasen, der alles andere als eine Augenweide sei. Das Komitee «Rettet die Gemeindewiese» unterstütze zwar das Anliegen, nicht aber den Standort. Thalmann betont: «Schule und Gemeinde sind überzeugt, dass nun der richtige Zeitpunkt gekommen ist, diesen zentralen Platz für unsere Jugend und die Vereine mit einem Projekt, das einen grossen Nutzen bringen wird, zu überbauen.»

Am 25. August findet in der Bürgerhalle eine weitere Informationsveranstaltung statt, am 27. September fällt die Entscheidung an der Urne.

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