Die Jugendmusik Kreuzlingen feiert mit Freunden

Das Orchester beweist bei den Gala-Abenden im Dreispitz, dass es zurecht Preise abräumt.

Inka Grabowsky
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Stefan Roth dirigiert das Orchester.

Stefan Roth dirigiert das Orchester.

(Bild: Donato Caspari)

Die Rückschau auf vergangene Erfolge und ein Vorausblick auf kommende Wettbewerbe prägten die beiden Konzerte. 2019 hatte das Blasorchester den Schweizer Meistertitel in der höchsten Kategorie erfolgreich verteidigt. Nun bereiten sich die Kreuzlinger auf den Bezirksmusiktag Anfang Juli im deutschen Aitrang vor.

Einige Stücke, die sie geben werden – La Quintessenza vom Blasorchester sowie drei englische Folk-Songs und «Apollo 11» bei den Teens – spielten sie schon jetzt. Sie erwiesen sich als überaus präsentabel. Beeindruckend auch die Eigenkomposition von Dirigent Stefan Roth, die «First Symphonic Overture», die er schuf, um Jungmusikern den Einstieg in die symphonische Musik zu erleichtern.

Der Stadtpräsident ist Fan

Unter den Gästen befand sich Thomas Niederberger, der als Privatmann gemeinsam mit seiner Frau das Kids-Orchester sponsort. «Ich habe früher selbst bei der Knabenmusik St. Gallen gespielt», erzählt er, «erst Es-Horn und dann Trompete. Ich bin beeindruckt von den Leistungen der jungen Leute.» Als Stadtpräsident überbrachte er die Grüsse des Stadtrats.

«Wir sind dankbar, dass ihr den Namen Kreuzlingens so positiv in die Welt hinaustragt.»

Fast 50 Musiker sind auf der Bühne, wenn das Blasorchester vollständig antritt. «Es sind weniger als auch schon», räumt Stefan Roth ein. «Aber Musik bei uns macht man nicht mehr nebenbei. Der Aufwand ist gross und verlangt Respekt.» Die Leitung eines Jugendorchesters sei eine höchst volatile Angelegenheit. «Man kann kaum einschätzen, wer in fünf Jahren auf der Bühne steht. Aber die Jugendmusik, die heute aufgetreten ist, gehört sicher zur Besten, seit ich den Job mache.»

Ein langer Weg bis ins Ensemble

Nach dem Anfangsunterricht legen Anwärter ungefähr mit 9 Jahren eine Prüfung ab, um bei den JMK Kids aufgenommen zu werden. Zwischen 12 und 17 spielen sie dann bei den Teens. Erst danach dürfen sie bei den Grossen mitmachen – und das nur, bis sie 21 sind.

Silvan Marty gehört zu den acht Musikern, die altershalber beim Konzert offiziell verabschiedet wurden. Seit 2008 hatte er hier eine musikalische Heimat gefunden. «Es war eine gute Zeit, aber es ist auch in Ordnung, dass es zu Ende geht. Ich fange jetzt im Symphonischen Blasorchester an, bei den Erwachsenen.»

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