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Die HRS kann ein weiteres Projekt in Arbon realisieren

Letzte Einsprachen gegen das Projekt «Breeze» direkt am See wurden im Sommer zurückgezogen. Nun rollen die Bagger auf.
David Grob
Der ehemalige Jumbo muss der Überbauung «Breeze» weichen. (Bild: Andrea Stalder)

Der ehemalige Jumbo muss der Überbauung «Breeze» weichen. (Bild: Andrea Stalder)

Es sind die letzten Tage des ehemaligen Jumbos an der Bahnhofstrasse am Seeufer. Ein gelber Bagger ist daran, das Gebäude abzureissen. Das Gebäude, in dem zuletzt nur noch das Möbelhaus JYSK war, muss der Überbauung «Breeze» der Immobilienfirma HRS Real Estate AG weichen.

Im Juli waren zwei Einsprachen gegen das Projekt bei der Stadt Arbon eingegangen. «Beide sind im August zurückgezogen worden», teilt die Bauverwaltung mit. Damit ist der Weg nun frei für die Überbauung «Breeze» am Seeufer.

Diese besteht aus zwei L-förmigen Gebäuden zwischen der Bahnhofsstrasse und der Seepromenade. Insgesamt 63 Eigentumswohnungen sind auf je sechs Stockwerke verteilt. Auf rund 50 Millionen Franken bezifferte die HRS im Sommer die Gesamtkosten der Überbauung, die vom Zürcher Architekturbüro Caruso St. John geplant wird. «Gemäss aktueller Planung sollen die Wohnungen im Herbst/Winter 2020 bezugsbereit sein», schreibt die HRS in einer Medienmitteilung.

Das Projekt «Breeze »in einer Illustration. (Bild: PD)

Das Projekt «Breeze »in einer Illustration. (Bild: PD)

Bewilligung für Wohn- und Gewerbehaus ist ausstehend

«Breeze» ist nur eines von vielen Projekten, das die Immobilienfirma auf dem Gelände der ehemaligen Firma Saurer bereits umgesetzt hat oder noch realisieren möchte. Ein weiteres Vorhaben betrifft ein Wohn- und Geschäftshaus direkt neben dem Hamel. Für rund 28 Millionen Franken möchte die Immobilienfirma dieses umsetzen. Im Erdgeschoss sollen Gewerbeflächen entstehen. Auch ein Restaurant oder Café, das sich zum Hamelplatz öffnet, ist geplant. Auf den restlichen Stockwerken sollen Zweieinhalb- und Dreieinhalb-Zimmer-Wohnungen gebaut werden.

Stadtpräsident Andreas Balg sagt:

«Über die Bewilligung dieses Projekts entscheidet der Stadtrat am nächsten Montag.»

Auskunft darüber, ob Einsprachen eingegangen seien, könne momentan nicht erteilt werden, sagt Balg.

Das neue Hotel muss warten

Ursprünglich war auf diesem Areal das «Hotel Saurer WerkZwei» geplant. Die HRS stiess ihre Pläne um, weil es mit dem Projekt «Riva» auf dem Metropol-Gelände nicht so schnell wie erhofft vorwärtsgeht. Die Immobilienfirma hatte das Hotel-Projekt stets an die Umsetzung des Projekts «Riva» geknüpft. Dieses will die HRS zuerst umsetzen, ehe sie mit der Realisierung des Hotels «Saurer WerkZwei» beginnt. Doch Widerstand gegen das Projekt Riva kündigt sich bereits an (siehe Box).

IG Metropol: «Wir haben uns detaillierte Antworten erhofft.»

«Kurz, pauschal und insgesamt sehr unbefriedigend» – Mit diesen Worten beschreibt Kantonsrat Andrea Vonlanthen als Mediensprecher der IG Metropol ein Antwortschreiben des Kantons Thurgau auf den offenen Brief von Ende September.

Die Interessengruppe, die sich für den Erhalt des Hotels von 1962 einsetzt, stellte der Vorsteherin des Departements für Bau und Umwelt (DBU) Carmen Haag verschiedene Fragen zum Rekurs-Entscheid, das Hotel Metropol nicht unter Schutz zu stellen. Impliziert war damit ein Vorwurf an das DBU, ökonomische Interessen höher zu gewichten als denkmalpflegerische Überlegungen.

Haag verweist in ihrer Antwort an die IG Metropol darauf, dass der Rekurs-Entscheid einzig den involvierten Parteien zugestellt werde. Die IG Metropol gehöre nicht dazu. «Im Rekurs-Entscheid ist umfassend dargelegt, wie das DBU zu diesem Schluss kam», schreibt Haag. Weiter betont sie, alleine nach rechtlichen Gesichtspunkten entschieden zu haben. «Wir unterstützen in unseren Verfahren keine Investoren.»

Für Vonlanthen ist diese Antwort unbefriedigend. «Wir haben uns detaillierte Antworten erhofft. Stattdessen wird einzig auf sogenannte rechtliche Gesichtspunkte verwiesen, ohne der Schutzwürdigkeit genügend Rechnung zu tragen.»

Damit ist die langjährige Causa Metropol wohl abgeschlossen, und das Schicksal des Hotels scheint besiegelt. Der Heimatschutz als rechtsbeteiligter Akteur hätte den Entscheid anfechten und vors Verwaltungsgericht weiterziehen können, entschied sich aber aus finanziellen Überlegungen gegen diesen Schritt. Dadurch erreichte die Immobilienfirma HRS Real Estate AG einen Etappensieg für ihr Projekt Riva. Die Immobilienfirma plant, an bester Seelage auf der Parzelle des Metropols zwei rund 40 Meter hohe Wohntürme zu errichten. Und diese sind Vonlanthen und der IG Metropol ein Dorn im Auge. Er kündigt neuen Widerstand an: «Wir müssen die Türme verhindern.» (dar)

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