Die Geschichte des Konstanzer Bistum - ein Überblick

Das Bistum Konstanze war eines der wichtigsten Bistümer seiner Zeit. Wichtigster Anhaltspunkt ist das Konzil von Konstanz (1414-1418).

Sabrina Bächi
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Das Münster im Zentrum Konstanz war während fast 1300 Jahren Bischofssitz. (Bild: Donato Caspari)

Das Münster im Zentrum Konstanz war während fast 1300 Jahren Bischofssitz. (Bild: Donato Caspari)

Während fast 1300 Jahren regierten Konstanzer Bischöfe über mehrere Hunderttausend Gläubige. Mit 36'000 Quadratkilometer war das Konstanzer Bistum das drittgrösste in Europa. Zu seiner Blütezeit im 15. Jahrhundert gar das grösste deutsche Bistum. Zu dieser Zeit war es mit 45'000 Quadratkilometer grösser als die Schweiz. Ab 1275 war das Gebiet in Archidiakonate aufgeteilt. Der Thurgau war eines von ihnen.

Das Bistum umfasste weite Teile der heutigen Schweiz. Vom Bodensee, über die Innerschweiz, bis zum Gotthardmassiv sowie die Kantone Bern und Solothurn gehörten dazu. Vermutlich um 585 n. Chr. wurde das Bistum gegründet, indem der Bischofssitz von Windisch nach Konstanz verlegt wurde.

Reformation als Rückschlag

Grosse Bekanntheit erlangte es aufgrund des Konstanzers Konzils, welches von 1414 bis 1418 tagte und die Frage nach dem rechtmässigen Papst klärte. Mit der Reformation im 16. Jahrhundert erhielt das Bistum einen Rückschlag. Doch die Stadt Konstanz blieb nicht lange reformiert.

Lediglich von 1527 bis 1548 herrschten die Reformierten in der Stadt am Bodensee. Doch der Bischof flüchtete in der Folge der Reformation nach Meersburg. Obwohl er nach 1548 in die Stadt zurückkehrte, blieb der Bischofssitz in Meersburg. Am 16. August 1821 wurde das Bistum aufgelöst.