Die geplante Überbauung in der Arboner Stadtmitte wird weniger hoch als vorgesehen

Der grösste der vier Ecktürme soll nur 25 statt 30 Meter messen. Das Projekt gefällt trotzdem nicht allen.

Markus Schoch
Drucken
Teilen
Modell der geplanten Überbauung in der neuen Stadtmitte von Arbon.

Modell der geplanten Überbauung in der neuen Stadtmitte von Arbon.

Bild: PD

Nicht nur im SaurerWerkZwei ist nichts mehr, wie es einst war. Auch gleich daneben auf dem über 10'000 Quadratmeter grossen Gelände der sogenannten neuen Stadtmitte zwischen Hamel und Migros stehen grosse Veränderungen an. Die beiden Gebäude an der St. Gallerstrasse, die einst dem Coop beziehungsweise Oscar Weber Platz boten, sollen einer grossen Überbauung weichen. Die Seewarte Gruppe hat die betreffenden Parzellen kürzlich übernommen.

«Der bestehende Gestaltungsplan kann unter Berücksichtigung der wenigen Einsprachen in den nächsten Monaten nun überarbeitet und zeitlich unabhängig von der Ortsplanung, welche bekanntlich seit längerem blockiert ist, weiterentwickelt werden», heisst es in einer Ende Juni verbreiteten Mitteilung (wir berichteten). Die wichtigsten Änderungen gegenüber der Projektauflage: Der höchste der vier Ecktürme misst nur noch 25 statt 30 Meter. Zudem würden «gewisse gestalterische Anpassungen der Architektur gemacht», teilt Mediensprecher Dominik Joos auf Anfrage mit.

Viele Mieter wollen bleiben

Blick auf das Projekt mit den vier Ecktürmen. Vorne links ist das Hamelgebäude zu sehen.

Blick auf das Projekt mit den vier Ecktürmen. Vorne links ist das Hamelgebäude zu sehen.

Bild: PD

Grundsätzlich hätten viele der bestehenden Mieter die Absicht erklärt, dem Standort die Treue zu halten, sagt Joos. Heute nutzen Tally Weijl, Dosenbach, Interdiscount, eine Apotheke, ein Fitnesscenter und ein Boxclub die Räumlichkeiten. Ob die Migros im Rosengarten die Strassenseite in die neue Stadtmitte wechselt, wie gerüchteweise seit Jahren zu hören ist, bleibt offen. Joos sagt:

«Bei den neuen Mietern steckt man aktuell in sehr konkreten Verhandlungen. Sobald diese abgeschlossen sind, wird man wieder informieren können.»

In der Bevölkerung kommen die Pläne nicht gut an. Jedenfalls nicht bei den meisten der 80 Personen, die sich in einer Facebook-Gruppe zur Frage der Grünen Heidi Heine äussern, ob Arbon nichts Besseres verdient habe. Die Überbauung sehe aus wie eine Schuhschachtel, ein Bunker, eine Irrenanstalt, das Gefängnis Alcatraz und sie sei ein Schandfleck beziehungsweise ein «richtiges Copy/Paste Machwerk», heisst es in den Kommentaren. Einer findet «das Teil cool. Nicht einfach ein Klotz».

Mehr zum Thema

Arbon: 70 Millionen für die neue Stadtmitte

Die Vögele Immobilien Gruppe will mit ihrem Grossprojekt das Zentrum stärken. Die Nachfrage ist laut Investor bereits grösser als das Angebot. Jetzt sind die Einwohner am Zug.
Max Eichenberger

ARBON: Der Orange Riese schielt hinüber

Die Migros tut sich schwer, sich mit dem Rosengarten anzufreunden. Vieles deutet darauf hin, dass der Grossverteiler den Ende 2021 auslaufenden Vertrag nicht verlängert. Die Fühler hat er gen Süden ausgestreckt.
Max Eichenberger