Die Gemeindeangestellten von Egnach arbeiten vorübergehend im Schulzimmer

Am Donnerstag und Freitag ist die Gemeindeverwaltung in einen Teil des alten Sekundarschulhauses auf dem Gristenbühl umgezogen.

Markus Schoch
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Provisorium für ein Jahr: Ab Montag ist die Gemeindeverwaltung im ehemaligen Sekundarschulhaus erreichbar. (Bild: Reto Martin)

Provisorium für ein Jahr: Ab Montag ist die Gemeindeverwaltung im ehemaligen Sekundarschulhaus erreichbar. (Bild: Reto Martin)

Ein so grosses Büro wird Gemeindepräsident Stephan Tobler nie mehr haben. Es ist ein ganzes Schulzimmer im zuletzt leer stehenden Neubau-Trakt der alten Sekundarschulanlage auf dem Gristenbühl.

Dorthin ist die gesamte Verwaltung am Donnerstag und Freitag umgezogen, da das Gemeindehaus umfassend saniert wird. Voraus ging eine minutiöse Planung. «Wir haben bereits im Frühling damit begonnen», sagt Tobler.

«Es ist alles tipptop gelaufen»

Der Aufwand hat sich gelohnt. «Es ist bis jetzt alles tipptop gelaufen», sagte er am Freitagmorgen auf Anfrage. Voraussichtlich ein Jahr lang werden die insgesamt 15 Angestellten der Verwaltung im Provisorium in Sichtweite des Gemeindehauses arbeiten. Eng wird es nicht. «Wir haben hier mehr Platz», sagt Tobler. Und neu ist die Umgebung auch nicht für alle.

Die Ziegel fallen vom Dach

Das 1921 erbaute Gemeindehaus beim Kreisel in Neukirch ist sanierungsbedürftig. Der letzte Umbau liegt mehr als 30 Jahre zurück. Es fallen Ziegel vom Dach, das nicht gedämmt ist. Die Fenster schliessen teilweise nicht mehr richtig, die Schallisolation der Büros ist schlecht, die Haustechnik veraltet. Der Lift ist in die Jahre gekommen. Ebenso sind es die Boden- und Wandbeläge. Im letzten Dezember genehmigten die Stimmbürger an der Budgetgemeinde über die Investitionsrechnung einen Kredit von knapp 2,9 Millionen Franken. Der Entscheid fiel äusserst knapp mit 99 gegen 94 Stimmen. Die Arbeiten am denkmalgeschützten Gebäude dauern voraussichtlich ungefähr ein Jahr. (mso)

EGNACH: Zufallsmehr für Sanierung

Vom Gemeindehaus fallende Dachziegel gehören bald der Vergangenheit an. Die Stimmbürger haben am Donnerstagabend ganz knapp einen Kredit für den Umbau und die Renovation des Gebäudes bewilligt.
Markus Schoch