Die Gemeinde Egnach will zwei Häuser verkaufen

Und zwar die Grundstücke des geschlossenen Kinderhauses Ladreute und des Gebäudes an der Bahnhofstrasse 60, in dem Asylsuchende untergebracht waren.

Trudi Krieg
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Gemeindepräsident Stephan Tobler informierte im Hinblick auf die Gemeindeversammlung vom 5. Dezember.

Gemeindepräsident Stephan Tobler informierte im Hinblick auf die Gemeindeversammlung vom 5. Dezember.

Mareycke Frehner

Gut zwei Dutzend Egnacherinnen und Egnacher  folgten der Einladung zu einer Vorinformation zur Gemeindeversammlung nächste Woche. Er wolle vorweg informieren, sensibilisieren und die Stimmung heraus spüren, vor allem in Bezug auf den geplanten Verkauf der zwei ungenutzten Liegenschaften, sagte Gemeindepräsident Stephan Tobler bei der Begrüssung.

Über eine Million Erlös

Die Liegenschaft an der Bahnhofstrasse 60 nutzte die Gemeinde für Asylsuchende. Neu sind diese im Bahnhof Egnach und in einer Wohnung untergebracht, und es wurden der Gemeinde auch weniger Personen zugewiesen. Der Gemeinderat wird an der Versammlung den Antrag stellen, ihm die Kompetenz für den Verkauf des Grundstücks für mindestens 1'300'000 Franken zu erteilen. Es ist geplant, den Verkauf auszuschreiben in einem geheimen Bieterverfahren. Jemand wollte wissen, ob Gemeinde Einwohner als Käufer bevorzugt werden was Tobler grundsätzlich bejahte. Es sei ein schönes Grundstück, voll erschlossen und gut gelegen, aber das Gebäude sei in einem schlechten Zustand. Es liegt in der Zone Wohnen und Arbeiten. Zweigeschossige Bauten plus Attikawohnungen sind erlaubt.

Nur noch drei Kinder waren angemeldet

Das lange erfolgreich geführte Kinderhaus in Ladreute musste letzten Sommer geschlossen werden, weil nur noch drei Kinder angemeldet waren. An der Gemeindeversammlung soll die Kompetenz eingeholt werden, das Grundstück für mindestens 1'500'000 Franken zu veräussern. Vorgesehen ist ebenfalls eine Ausschreibung im Bieterverfahren. Im Haus mit 14 Zimmern und einer Grossküche ist zusätzlich eine Einliegerwohnung. Ein Landanteil von 4000 Quadratmeter könnte dazugekauft werden. Es kann jedoch keine weitere Wohnung dazu gebaut werden, weil das Gebäude in der Landwirtschaftszone ist. Kleinere Anbauten wie zusätzliche Garagen und auch etwas Tierhaltung sind möglich.

Das Ziel: Eine Budgetentlastung

Die einmaligen Erträge (Buchgewinne) aus den Verkäufen der Liegenschaften von rund 1,9 Mio sind vorgesehen für zusätzliche Abschreibungen und eine Einlage in den Fonds für bereits bekannte Verpflichtungen aus denkmalpflegerischen Massnahmen 2019 und 2020. Der Tenor war, die Gemeinde soll versuchen die beiden Gebäude gut zu verkaufen: «Wenn sie leer stehen, müssen sie auch gewartet und geheizt werden, was Kosten verursacht», so Tobler.