Die Freie Liste kämpft im Kreuzlinger Gemeinderat für eine Coronasitzung - vergeblich

Am Donnerstagabend gab es ganz zum Schluss eine rege Diskussion darüber, ob am 3. September eine Sitzung stattfinden soll. Wegen zu weniger Traktanden wurde die Sitzung verschoben - trotz Einwänden aus einer Fraktion.

Sabrina Bächi
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Wegen Corona auf Distanz: Der Kreuzlinger Gemeinderat an seiner Juni-Sitzung.

Wegen Corona auf Distanz: Der Kreuzlinger Gemeinderat an seiner Juni-Sitzung.

Bild: Andrea Stalder (Kreuzlingen, 11. Juni 2020)

Als gegen Ende der Kreuzlinger Gemeinderatssitzung vom Donnerstagabend Präsident Alexander Salzmann verkündet, dass es am 3. September wegen zu weniger Traktanden keine Sitzung gebe, hob Urs Wolfender die Hand: «Da es wichtige Fragen zu Corona gibt, die dann geklärt werden könnten, ist die Fraktion Freie Liste/Grüne für eine Durchführung der September-Sitzung.»

15 von 40 Gemeinderäten müssten dafür zustimmen, informiert Salzmann. Doch die Idee ist umstritten. «In Zeiten, in denen wir sparen sollten, müssen wir doch nicht mehr Sitzungen machen, als nötig», sagt Thomas Dufner (CVP).

Jost Rüegg (FL/GP) kontert: «Das ist der falsche Ort zum Sparen. Wir wissen ja noch gar nichts. Welche Massnahmen plant der Stadtrat noch, was ist bereits geschehen?» Woraufhin Christian Brändli (FDP) findet, diese Fragen schriftlich beim Stadtrat einzureichen, wäre die bessere Lösung, als eine Corona-Sitzung abzuhalten. Am Ende stimmen neun Gemeinderäte für die Sitzung, das sind zu wenige. Am 3. September findet keine Sitzung statt.

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