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Die Frauen stehen in Kreuzlingen im Mittelpunkt

Mit der neuen Ausstellungsreihe will die Kunstkommission der Bevölkerung besondere Werke zugänglich machen.
Hannah Engeler
Thomas Meier-Löpfe, Christiane Hoefert und Yvonne Istas mit einem Werk von Susann Basler im Kulturgüterschutzraum. (Bild: Reto Martin)

Thomas Meier-Löpfe, Christiane Hoefert und Yvonne Istas mit einem Werk von Susann Basler im Kulturgüterschutzraum. (Bild: Reto Martin)

In Zusammenarbeit mit dem Museum Rosenegg will die Kunstkommission Kreuzlingen der Bevölkerung einen Einblick in die Kunstsammlung der Stadt ermöglichen. Die Sonderausstellung zum Thema «Frauen» macht dabei den Anfang einer neuen Ausstellungsreihe. Alle zwei bis drei Jahre sollen zu einem anderen Thema Bilder aus dem Kunstinventar ausgewählt und im Museum Rosenegg oder einem anderen Ort ausgestellt werden.

«Es ist schade, wenn all die Kunst im Keller ist», sagt Stadträtin Dorena Raggenbass. Die Mehrheit der 775 Werke, welche die Stadt mittlerweile besitzt, wird nämlich im Kulturgüterschutzkeller gelagert. Dieser befindet sich auf dem Gelände des Schulzentrums Seetal, ist aber nicht öffentlich zugänglich.

Der städtische Archivar Thomas Meier-Löpfe kümmert sich darum, dass alle Artefakte registriert, nummeriert und optimal archiviert sind. «Es ist wahnsinnig spannend zu sehen, was für Besonderheiten die Stadt ankauft oder durch Nachlässe erlangt», erzählt er.

Der Blick auf und von der Frau

«Wir wollen diese Schätze aus der Sammlung den Leuten zugänglich machen», sagt Christiane Hoefert, die Kuratorin der gegenwärtigen Ausstellung. Während eines Jahres hat sie dabei geholfen, eine stimmige Auswahl an Werken zusammenzustellen. Auf das Thema «Frauen» sei man während Gesprächen in der Planungsphase gekommen. «Frauen wurden früher nur am Rande erwähnt. Mit unserer Ausstellung rücken wir sie in den Mittelpunkt», sagt Hoefert. Die neue Ausstellungsreihe mit diesem Thema zu eröffnen, sei genau deshalb so besonders.

Das Thema aktiv erleben

Die Vernissage zur Ausstellung findet am 23. August um 18 Uhr im Museum Rosenegg statt. «Frauen» kann während zwei Monaten besucht werden und wird von einem vielfältigen Rahmenprogramm begleitet. Zum Beispiel können Interessierte auf einer Velotour am 11. September Kreuzlingen mit einem bewussten Blick auf die Frau entdecken.

«Zudem leben und arbeiten viele interessante Künstlerinnen in der Region», erzählt Hoefert. Die Ausstellung umfasst gut 70 Werke - auch von männlichen Künstlern. «Unsere Ausstellung zeigt sowie den Blick auf Frauen als auch den Blick von Frauen», erklärt Hoefert. Die Bilder verrieten so zum einen, wie die Frau von aussen wahrgenommen wird und zum anderen, wie sie selbst die Welt um sich herum erfährt.

Künstlerinnen und Künstler aus der Region

Die Zusammenarbeit mit dem Museum Rosenegg lief reibungslos. «Die Ausstellung wurde mir auf dem Silbertablett zugetragen», erzählt die Museumsleiterin des Roseneggs Yvonne Istas. Sie selbst freue sich besonders darauf, noch lebende Künstler durch die Ausstellung kennenzulernen. «Ich finde es immer sehr interessant, mit Künstlern über die Werke und ihre Visionen zu sprechen», sagt sie.

Mit Ausstellungen wie dieser könnten zudem regionale Künstlerinnen und Künstler gefördert werden. «Dies ist wichtig für die Schaffung einer Philosophie, in der die Kunst einen bedeutenden Platz in der Gesellschaft einnimmt», sagt Raggenbass.

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