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Das Tägerwiler Primarschulhaus behält seine Farben

Am Donnerstag fand die Einweihung des Schulhauses Trittenbach statt. Besucher erfuhren Details zum Projekt, schauten sich im Gebäude um und konnten am Schluss noch einem Schüler-Musical lauschen.
Viviane Vogel
Schüler, Eltern und Interessierte begutachten die Erweiterungen am Schulhaus Trittenbach. Für alle Besucher gibt es kostenloses Essen und Trinken. (Bild: Reto Martin)

Schüler, Eltern und Interessierte begutachten die Erweiterungen am Schulhaus Trittenbach. Für alle Besucher gibt es kostenloses Essen und Trinken. (Bild: Reto Martin)

«Rot, Gelb, Blau. Das sind die Schulhausfarben, schau. Bei uns ist’s nicht nur grau.» So eröffneten die Schüler am Donnerstagabend die Einweihung des erweiterten Schulhauses Trittenbach, genau 15 Monate nach dem Spatenstich. Mit dem Ende des Lieds gibt es ein kurzes Gewusel und man hört von der Bühne ein kollektives «Psssst!», bis alle sitzen.

Schulpräsident Daniel Heidegger begrüsst und übergibt das Wort Stefan Keller, Präsident der Baukommission. «Ich bin mega froh hier zu sein», beginnt Keller. Seit Herbst 2014 seien über 50 Sitzungen abgehalten worden. Ausserdem habe man harte Diskussionen in der Baukommission hinter sich – und auch ein, zwei Wasserschäden seien verkraftet worden. «Unsere Lehrer werden wohl Bohrgeräusche und Wasserschäden noch ewig mit dem Neubau des Trittenbachs verbinden», scherzt Keller. Er bedankt sich bei der Baukommission, den Lehrern, den Kindern und auch bei der Bevölkerung. Von dieser habe man einen starken Rückhalt gespürt.

Der Boden ist heller geworden und insgesamt gibt es mehr Platz. (Bild: Reto Martin)

Der Boden ist heller geworden und insgesamt gibt es mehr Platz. (Bild: Reto Martin)

Sie sind sogar zu früh dran

Stefan Neubig, Architekt und Projektleiter, übernimmt das Mikrofon und bedankt sich bei Bauleiter Peter Büchel und seinem ganzen Architekten-Team. Auch Neubig spricht die Wasserschäden an. «Wir haben richtige Abenteuer hinter uns.» Während der Sommerferien stürmte es nämlich genau dann, als nur ein provisorisches Dach vorhanden war. Wer nicht gerade im Urlaub war, kam in die Schule, um beim Abpumpen des Wassers zu helfen.

Trotz allem ist man nun dem Plan sogar zwei Monate voraus, wie Neubig verkündet. Heidegger berichtet, dass zwar die Schlussabrechnung noch nicht gemacht ist, der Budgetplan von rund achteinhalb Millionen Franken aber eingehalten wurde. Er zeigt sich zufrieden. Zwei grosse Projekte, die anfangs auch noch parallel gelaufen sind, neigen sich dem Ende zu. Das Schulhaus Hauptstrasse ist bekanntlich auch erweitert worden. «Das waren komplett unterschiedliche Projekte. Beim Trittenbach gab es zwei, drei kleinere, beim Schulhaus Hauptstrasse zwei, drei grössere Zwischenfälle. Jedenfalls bin ich froh, dass diese anstrengende Zeit jetzt vorbei ist.» Mit den Bauarbeiten wurde das Trittenbach auf Minergie-Standard gebracht. Es gibt nun einen Multifunktionsraum, eine grössere Aula, sechs neue Klassenzimmer, ein neues Lehrerzimmer, zwei neue Treppenhäuser und der Strom wird von Solarzellen auf dem Dach gewonnen. «Die Baustruktur ist so angelegt, dass in Richtung Osten noch erweitert werden kann», sagt Neubig. Im Trittenbach ist man also bereit für noch mehr Bevölkerungszuwachs. Ganz im Zeichen des Wachstums ist auch das Geschenk von Büchel und Neubig. Letzterer überreicht der VSG Tägerwilen eine Urkunde und einen schon eingepflanzten Baum, als Dankeschön für die gelungene Zusammenarbeit.

«Es ist cool, dass es jetzt einen Lift hat, – auch wenn ich ihn nicht benutzen darf.»
(Milena, Primarschülerin)

Gezügelt wurde binnen eines Morgens

Nach dem Informationsteil können die Besucher frei das Gebäude erkunden und sich von ihren Kindern herumführen lassen. Die Schüler, die zuvor ungefähr ein Jahr in Containern Unterricht hatten, sind seit drei Wochen wieder in ihren Klassenzimmern. Wie der Bau, so verlief auch der Einzug reibungslos. «Wir haben an einem Mittwochmorgen gezügelt und waren um elf Uhr schon fertig», berichtet Lara Bergenhenegouwen, Primarlehrerin. «Es ging gut in den Containern, aber es ist sehr schön, wieder so viel Platz zu haben.» Milena, Schülerin im Trittenbach, findet es jetzt cooler: «Es ist viel heller. Und es gibt jetzt einen Lift.» Auch Willi Gubser, Besucher der Einweihung, lobt die Arbeit. «Vor allem die Verbindung zwischen Neu- und Altbau ist wirklich sehr gelungen.»

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