Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Die evangelische Kirchgemeinde investiert in Sulgen und Kradolf

Die Evangelische Kirchgemeinde Sulgen-Kradolf kann ein neues Mehrzweckgebäude errichten und die Umgebung der Kirche im Sulger Oberdorf neu gestalten. Die Stimmbürger genehmigten die beiden Kredite mit einer Gesamthöhe von 540'000 Franken.
Christof Lampart
Die evangelische Kirche ist das dominierende Bauwerk im historischen Dorfzentrum Sulgens. (Bild: Donato Caspari)

Die evangelische Kirche ist das dominierende Bauwerk im historischen Dorfzentrum Sulgens. (Bild: Donato Caspari)


Der Präsident der Evangelischen Kirchgemeinde Sulgen-Kradolf, Walter Berger, konnte im Anschluss an den sonntäglichen Gottesdienst 74 Stimmberechtigte in der evangelischen Kirche zur ausserordentlichen Gemeindeversammlung begrüssen.

Berger betonte, dass sowohl das Kirchenzentrum Steinacker in Kradolf als auch die Kirche in Sulgen als «besonders wertvolle Kulturgüter» eingestuft seien. Die Kirchenvorsteherschaft stelle sich daher mit den beiden Kreditanträgen ihrer kulturellen Verantwortung. Bei der letzten Aussenrenovierung im Jahr 2003 habe man aufgrund schwacher Finanzen nur das Nötigste gemacht, gab Berger zu bedenken.

Abschreibungen steigen um halbes Steuerprozent

Jetzt, nachdem im letzten Jahr die Innenrenovierung abgeschlossen worden sei, sei es nun an der Zeit, das Versäumte mit Nachdruck nachzuholen. Wie sich schon bald zeigte, gab es gegen beide Kredite – der Neubau des Mehrzweckgebäudes in Kradolf kostet 250'000 Franken, die Umgebungsgestaltung bei der Kirche in Sulgen 290'000 Franken – wenig Opposition.

Wie Walter Berger, Sacha Derron (Leiter Ressort Liegenschaften) und Fredy Schweizer (Pfleger) darlegten, kann die Errichtung des Mehrzweckgebäudes problemlos mit dem eigenen Vermögen, das sich gegenwärtig auf rund 500000 Franken beläuft, finanziert werden. «Wir müssen für den Neubau kein Geld bei der Bank aufnehmen», sagte Schweizer.

Beide Kredite müssen über 25 Jahre hinweg abgeschrieben werden, was jährliche zusätzliche Abschreibungskosten von rund 21600 Franken mit sich bringt, was ungefähr einem halben Steuerprozent entspricht.

Die Vorteile rechtfertigen die Kosten

Derron erklärte, dass das Mehrzweckgebäude zwar deutlich mehr koste als die ursprünglich für einen Carport veranschlagten 60000 Franken, doch würden nicht nur die Kosten, sondern auch die Vorteile des neuen Projekts überwiegen. So könne bei einem Ja der provisorisch anmutende Velounterstand samt Abstellraum und Treppe entfernt werden.

Ausserdem füge sich der neue Baukörper harmonisch ins Ensemble ein und werte das Erscheinungsbild des Zentrums auf. Selbstredend werden auch der Kirchenbusbetrieb und die Sicherheit verbessert. Zudem ist im Neubau eine multifunktionale Nutzung möglich. Die Kirchbürger sagten nach kurzer Diskussion einstimmig Ja zum Projekt. Zwar war dies beim Kreditantrag für die Neugestaltung der Umgebung der Kirche in Sulgen nicht der Fall, aber auch hier fiel das Verdikt bei wenigen Gegenstimmen und Enthaltungen klar aus.

Laut Derron kamen auch hier viele kleine Einzelarbeiten zusammen, die sich dann auf 290000 Franken summierten. Auslöser für die Sanierung waren hauptsächlich der Zerfall des Glockenjochs, die schlechte Humusierung der Wiese, die Reduktion der Absturzhöhe der bestehenden Mauer, damit kein Geländer angebracht werden muss, ein neuer behindertengerechter Zugang zur Kirche, die Kaschierung der Swisscom-Verteilkabine sowie eine bessere Beleuchtung der Zugangswege.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.