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«Die Chemie muss stimmen», sagt Ilona Stolz. Sie vermittelt Tagesmütter im Mittel- und Oberthurgau

Über 50 Tagesmütter betreuten im vergangenen Jahr 110 Kinder während total 47 527 Stunden. «Dies zeigt, dass unser Angebot gebraucht wird», sagt Ilona Stolz.
Ilona Stolz ist Geschäftsstellenleiterin des Vereins Tagesfamilien Mittel- und Oberthurgau. (Bild: PD)

Ilona Stolz ist Geschäftsstellenleiterin des Vereins Tagesfamilien Mittel- und Oberthurgau. (Bild: PD)

In welchem Verhältnis stehen Angebot und Nachfrage beim Verein Tagesfamilien Mittel- und Oberthurgau?

Ilona Stolz: In der Regel decken sich Angebot und Nachfrage, aber nicht immer. Es kommt vor, dass eine Tagesmutter nicht in dem Ort wohnt, in dem gerade ein Betreuungsplatz benötigt wird. Sobald die Kinder im Kindergarten sind, braucht es eine Tagesmutter in der Nähe. Handelt es sich aber um ein Baby und sind die Eltern mobil, sieht es anders aus.

Und wie zufrieden sind Sie mit der Resonanz? Ist es einfach, hier in der Region Tagesmütter zu finden?

Generell sind wir sehr zufrieden mit der Resonanz von motivierten Frauen, wenn wir auf der Suche sind. Besonders hilfreich ist es, wenn wir in Schulen und Kindergärten Flyer verteilen dürfen. Oft findet sich dann ein Gspänli, mit dem man auch den Schulweg zusammen gehen kann.

Was muss man erfüllen, um Tagesmutter zu werden?

Als Mitglied des Dachverbands «kibesuisse» folgen wir dessen Empfehlungen. Wir arbeiten nach dem «Pädagogischen Konzept in Tagesfamilien». Eine Bewerberin muss sich mit dessen Grundsätzen einverstanden erklären können.

Fusion vor sieben Jahren

Der Verein Tagesfamilien Mittel- und Oberthurgau geht auf je einen Verein im Mittelthurgau und im Oberthurgau zurück. Diese wurden Anfang der 1990er-Jahre gegründet und vor gut sieben Jahren schlossen sie sich zusammen. Der Verein hat unterdessen mit 25 Gemeinden eine Leistungsvereinbarung. Die Geschäftsstelle befindet sich an der Fabrikstrasse 1 in Erlen. (red)

Hinweis
www.tagesfamilien-motg.ch

Was bedeutet das konkret?

Bewerben kann sich jede Familienfrau, die sich zu Hause um ihre eigenen Kinder kümmert, Freude an der Erziehungsarbeit hat und motiviert ist, sich um weitere Kinder zu kümmern. Sie muss in einer stabilen Familiensituation leben, psychisch und physisch gesund sein, die Fähigkeit besitzen, eigenverantwortlich und selbstständig zu arbeiten, um nur einige Kriterien zu nennen. Sie durchläuft ein normales Bewerbungsverfahren bei uns. Wird sie angenommen, ist sie zur fünftägigen Grundbildung verpflichtet und danach zu drei Stunden Weiterbildung jährlich.

Sind auch Tagesväter möglich?

Ja, aber leider bewirbt sich keiner.

Wie lange dauert es, bis man eine passende Tagesfamilie für sein Kind bekommt?

Die Vermittlungszeit ist nicht vorhersehbar. Es müssen sehr viele Kriterien passen, nicht zuletzt muss die Chemie stimmen. Wir behandeln jede Anmeldung als Auftrag, eine passende Familie zu finden. Können wir auf eine bestehende Tagesfamilie zurückgreifen, ist eine Vermittlung innerhalb von zwei bis drei Wochen möglich. Andernfalls dauert die Akquise länger. Die Durchschnittsdauer beträgt etwa sechs bis acht Wochen. (red)

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