Die Buhwilerstrasse in Schönenberg muss saniert werden

Der schlechte Zustand der Buhwilerstrasse ruft nach einer Sanierung. Der Gemeinderat Kradolf-Schönenberg unterbreitet dem Stimmvolk ein Kreditbegehren von 1,22 Millionen Franken, um die erforderlichen Arbeiten in Auftrag geben zu können.

Georg Stelzner
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Die Buhwilerstrasse ist die direkte Verbindung von Schönenberg an der Thur ins Nachbardorf Buhwil. (Bild: Georg Stelzner)

Die Buhwilerstrasse ist die direkte Verbindung von Schönenberg an der Thur ins Nachbardorf Buhwil. (Bild: Georg Stelzner)

An der Notwendigkeit des Projekts besteht kein Zweifel und es scheint auch schon seit geraumer Zeit im Investitionsplan der Politischen Gemeinde Kradolf-Schönenberg auf. Die Verzögerung begründet der Gemeinderat in der Botschaft zuhanden der Gemeindeversammlung so: «Aufgrund von dringenderen Investitionsprojekten wie der Sanierung des Schwimmbades, dem Umbau des Gemeindehauses oder den baulichen Massnahmen für den Hochwasserschutz wurde die Sanierung der Strasse in Schönenberg mehrmals verschoben.»

Die Buhwilerstrasse verbindet Schönenberg mit dem Dorf Buhwil. Die Strecke ausserhalb des bewohnten Gebiets ist bereits in einer früheren Etappe saniert und zusätzlich mit einem Geh- und Radweg versehen worden. Genehmigt die Gemeindeversammlung am 26. November den nötigen Kredit von 1,22 Millionen Franken, kann die Strasse auf dem noch schadhaften Teilstück ebenfalls saniert werden.

Realisierung geschieht in zwei Etappen

Der zur Diskussion stehende Sanierungsabschnitt befindet sich im Innerortsbereich von Schönenberg und erstreckt sich über rund 540 m. Die heutige Fahrbahnbreite von 6 m soll beibehalten werden. Am südlichen Fahrbahnrand ist ein neuer Gehweg mit einer Breite von 1,5 m vorgesehen; Bordsteine werden für eine Abgrenzung sorgen. Zudem sind verkehrsberuhigende Massnahmen geplant. So soll die Fahrbahn an drei neuralgischen Passagen rot gefärbt werden.

Der Gemeinderat möchte das Projekt schrittweise realisieren. Für die 380 m lange Etappe Ost sind 660'000 Franken budgetiert. Sie führt vom Einlenker in die Thurbruggstrasse bis zum Ende des bewohnten Gebiets südlich der Strasse. Die Ausführung dieser Arbeiten ist für nächstes Jahr geplant. Das restliche Teilstück, die Etappe West, erstreckt sich Richtung Ortsausgang bis zum Einlenker der Lindenstrasse und steht im Voranschlag mit 260'000 Franken zu Buche. Die Etappe West soll allerdings erst später, im Jahr 2022, in Angriff genommen werden.

Rücksicht auf die Gemeindefinanzen

Gemeindepräsident Heinz Keller begründet die Etappierung nicht nur mit der kurz- bis mittelfristigen Planung eines Bauvorhabens im Bereich der unbebauten Parzelle Nr. 744. Er gibt auch zu bedenken, dass es wichtig sei, eine solide Finanzierung sicherzustellen. Der Gemeindehaushalt dürfe wegen des Sanierungsprojekts nicht aus dem Lot geraten. Neue Brücke über den Rütibach

Weitere 300'000 Franken müssen für die Erstellung einer neuen Brücke über den Rütibach aufgewendet werden. Beim heutigen Bauwerk seien die teilweise freiliegenden Metallträger der Tragschicht schon so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass eine Sanierung unverhältigmässig teuer wäre, argumentiert der Gemeinderat.

Aus diesem Grund und wegen der Nichteinhaltung der SIA-Normen soll die Brücke durch einen rund 11 m langen Neubau ersetzt werden. Der Querschnitt der neuen Brücke wird so gewählt, dass im Falle einer Revitalisierung des Rütibachs ein Rohr für den Hochwasserabfluss nachträglich und ohne Beeinträchtigung der Brücke unter dem Bach verlegt werden könnte.

Zwei weitere Kreditbegehren

Im Rahmen der Sanierung der Buhwilerstrasse in Schönenberg sollen Synergien genutzt und bei dieser Gelegenheit auch alle anderen projektierten Arbeiten ausgeführt werden. Der Gemeinderat Kradolf-Schönenberg wird an der Gemeindeversammlung vom 26. November 2018 daher zwei weitere Kreditanträge stellen: 340'000 Franken für die Sanierung der Elektrizitätsversorgung sowie 478'000 Franken für die Sanierung der Wasserversorgung. (st)

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