Die «Bühni Wyfelde» wagt sich zu Silvester an Loriot

In ihrer neusten Produktion zeigen die Schauspieler Sketche des grossen Deutschen Humoristen. Dazu drehen sie auch Videos.

Mario Testa
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Regisseur Peter Wenk und Kameramann Daniel Felix schauen zu, wie Regisseur und Schauspieler Thomas Götz seine Kollegin Madeleine Cavegn im Theaterhaus Thurgau für den Videodreh instruiert.

Regisseur Peter Wenk und Kameramann Daniel Felix schauen zu, wie Regisseur und Schauspieler Thomas Götz seine Kollegin Madeleine Cavegn im Theaterhaus Thurgau für den Videodreh instruiert.

(Bild: Mario Testa)

Vico von Bülow war ein Multitalent. Als Loriot zeichnete er, schrieb Bücher, war Schauspieler und Regisseur. Mit seinem trockenen, einzigartigen Humor hat er über Jahrzehnte Millionen von Lesern und Zuschauern zum Lachen gebracht. In ihrer neusten Produktion wagt sich das Ensemble der «Bühni Wyfelde» nun an die Sketches des Deutschen Humoristen.

«Loriot war schon lange ein Wunsch von mir»
Marta Wechsler, Produktionsleiterin Bühni Wyfelde.

Marta Wechsler, Produktionsleiterin Bühni Wyfelde.

(Bild: Mario Testa)

sagt Produktionsleiterin Marta Wechsler. «Es ist gescheite, gute Comedy. Die Herausforderung besteht darin, sehr exakt zu sein. Deshalb halten wir uns auch strikte an die Texte und spielen texttreu auf Deutsch – in Mundart würde es nicht klappen.»

Bekannte und weniger bekannte Szenen

Ins Programm haben es einige Sketches aus Loriots riesigem Fundus geschafft. «Es sind einige bekannte Szenen, beispielsweise die <Ei-Frage>, die Badewannenszene oder <Ich mache nichts>. Es gibt Sketches, die dürfen einfach nicht fehlen in einem Loriot-Programm», sagt Thomas Götz, der als Regisseur und Schauspieler mitwirkt.

«Die Texte haben überhaupt nichts an ihrer Kraft verloren, auch wenn sie schon 20 bis 30 Jahre alt sind.»

Laut Co-Regisseur Peter Wenk besteht die grosse Herausforderung darin, Verbindungen zwischen den einzelnen, für sich stehenden Sketche, zu schaffen. «Wir versuchen, einen Bogen zu spannen. Dazu dienen auch die Videos, mit denen wir von einem Sketch in den nächsten überleiten können.»

Videos als Hintergrund und Überbrückung

Daniel Felix, Filmemacher.

Daniel Felix, Filmemacher. 

(Bild: Mario Testa)

Für die Videos zuständig ist Daniel Felix. Er kennt die Gegebenheiten im Theaterhaus gut, dank seiner jahrelangen Mitwirkung an «Ergötzliches». «Wir produzieren etwa zehn Videos für diese Produktion. Sie bestehen aus Komik aber auch realen Szenen. Die Kunst ist es, dass die Anschlüsse stimmen», sagt der Weinfelder Filmemacher.

Das Bühnenbild mit zwei Leinwänden ist schlicht. Es stellt ein Haus dar, in welchem verschiedene Paare wohnen, die dann die Sketches spielen. «Bei gewissen Sketchen wirken auch alle sechs Schauspieler mit», sagt Peter Wenk.

«Wir schlüpfen im Verlauf des Abends in immer andere Rollen. Das ist Herausforderung und Anreiz zugleich.»

Die häufigen Kostümwechsel – «Tenü-Feets» nennt es Thomas Götz – seien auch eine Hilfe, um sich schnell in der neuen Rolle zurecht zu finden, sagt Wenk: «Man muss die Mimik ändern, das Verhalten – neue Kleider helfen, um in die Rolle zu finden.»

16 Vorführungen in vier Wochen

Die «Bühni Wyfelde» führt Loriot insgesamt 16 Mal auf. Die beiden Premiere-Vorstellungen finden an Silvester statt. Danach gibt es an den vier Januar-Wochenenden jeweils drei Vorführungen, zusätzlich am den Donnerstagen 16. und 23. Januar sowie am Mittwoch 22. Januar.

Vorverkauf

Tickets direkt im Theaterhaus

Tickets für die Silvesterpremiere können nur telefonisch oder direkt im Theaterhaus Thurgau gekauft werden. Der nächste Verkaufstermin ist am Samstag zwischen 14 und 15 Uhr. 
Reservation unter Tel. 071 622 20 40 oder www.buehniwyfelde.ch

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