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Die Bildungsstätte Sommeri ist unterwegs zu neuen Ufern

Die Bildungsstätte Sommeri wird das Jubiläumsjahr 2019 mit einer neuen Vereinsleitung in Angriff nehmen. Präsident Jean-Louis Müller übergibt sein Amt an Christa Hess-Grögli.
Ramona Riedener
Beat Schildknecht (neuer Vizepräsident) und Christa Hess-Grögli (neue Präsidentin) übernehmen die Aufgaben von Jean-Louis Müller und Victor Buffoni. (Bild: Ramona Riedener)

Beat Schildknecht (neuer Vizepräsident) und Christa Hess-Grögli (neue Präsidentin) übernehmen die Aufgaben von Jean-Louis Müller und Victor Buffoni. (Bild: Ramona Riedener)

Abschied nehmen hiess es am Montagabend im Kafi der Bildungsstätte Sommeri. Dies war sicher auch mit ein Grund, warum es sich trotz des herrlichen Frühsommerabends viele Mitglieder, Angestellte und Gäste nicht nehmen liessen, an der letzten von Jean-Louis Müller geleiteten Jahresversammlung teilzunehmen. In seinem Rückblick auf das vergangene Jahr fasste der Präsident die wichtigsten Aufgaben, mit denen sich der Vorstand beschäftigt hat. Nach dem Motto «Probleme sind da, um sie zu lösen», stellten sich die Verantwortlichen der Umsetzung der UNO-Behindertenrechtskonvention sowie verschiedenen anderen kantonalen wie eidgenössischen Vorschriften. Mit den operativen und strategischen Zielen lag der Verein auf gutem Kurs.

In Müllers Worten schwingt Stolz am Erreichten, Freude an der Arbeit und viel Herzblut mit. So beendete der Präsident den Rückblick mit einem Zitat von Antoine de Saint-Exupéry aus «Der kleine Prinz»: «Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.» Aufatmen darf der Verein, nachdem man das wichtige Thema «Geld» hatte klären können. Wie Bruno Würth, der Vorsitzende der Geschäftsleitung, sagte, könne man sich nun wieder den Kerntätigkeiten zuwenden und auch personell etwas aufstocken. Zurzeit teilen sich 163 Angestellte insgesamt 107 Vollzeitstellen. Diese sind in verschiedenen Bereichen wie Pflege, Beschäftigung, Ausbildung oder Gastronomie für 124 intern und 161 extern lebende Menschen mit etwas anderen Lebensumständen tätig.

Selbständigkeit und Selbstbestimmung fördern

Während die Gründerinnen Isa Stähelin und Anna Schmid vor 100 Jahren noch von der «Strickstube» für körperbehinderte Mädchen sprachen, entwickelte sich die Institution Sommeri zu einer der grössten Einrichtungen für Menschen mit geistige Beeinträchtigung im Kanton Thurgau. Auch die Art und Weise, wie man mit sogenannten Behinderten umgeht, hat sich in den letzten Jahren grundlegend verändert. Vielleicht sind sie etwas anders, individuelle Persönlichkeiten wie alle anderen Menschen sind sie aber trotzdem, und so wollen sie auch wahrgenommen und respektiert werden. Grösstmögliche Selbständigkeit und Selbstbestimmung fördern, individuelle Dienstleistungen anbieten und unterstützen und begleiten, das sind die heutigen Ansätze. Mit bedürfnisgerechtem Angebot ist die Bildungsstätte auch infrastrukturell ständig in Bewegung.

Wenn es um das Bauwesen geht, ist Vizepräsident Victor Buffoni in seinem Element. 29 Jahre hatte er die Aufsicht über viele Projekte. Deutlich schwang Wehmut in seiner Stimme mit, als er über den aktuellen Stand der Baupläne informierte. Die alte Remise Holdergarten soll abgebrochen werden und einem neuen Holzbau weichen. Als Sieger der Ausschreibung ging die Schoch und Tavli Architekten SIA aus Frauenfeld hervor. Der Neubau bietet 4 ½-Zimmerwohnungen auf zwei Stockwerken für zwölf Personen. Baustart ist nach der Projektgenehmigung und der Baueingabe. Ebenfalls geplant ist die Sanierung der Bildungsstätte. Die Ausschreibung hat stattgefunden und nach einer Vorauswahl aus 30 Bewerbungen hat sich das Architekturbüro Stutz Bolt und Partner aus Winterthur als Sieger qualifiziert. Der Weg zum fertig renovierten Wohnheim ist jedoch noch weit. Die Mitglieder haben an erster Stelle den Vorstand den Auftrag erteilt, mit den Architekten einen Vertrag über die Machbarkeit und Kostenschätzung des Bauvorhabens zu machen.

Mit modernem Auftritt in die Zukunft

Ein Päckchen Papier-Taschentücher hielt Jean-Louis Müller sicherheitshalber bereit, als es darum ging, den Vizepräsidenten Victor Buffoni, der sich, wie gemunkelt wird, stets hinter seinen Bauplänen vor dem Präsidentenamt gedrückt hatte, ehrenvoll aus dem Amt zu verabschieden. Verdächtig feucht schimmerten auch die Augen des scheidenden Präsidenten, als er am Ende der Versammlung seiner Nachfolgerin, Christa Hess das Wort für den Ausblick übergab. Damit endete eine Ära und eine neue beginnt: «d`BS min Ort, min Platz.» Mit diesem neuen Logo und Motto schreitet die Bildungsstätte Sommeri ins Jubiläumsjahr.

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