Die Bagger rücken dem alten Güttinger Schulhaus auf die Pelle

Die abgebrannte Turnhalle darf dem Erdboden gleich gemacht werden. Im gleichen Zug wird nun auch das alte Schulhaus abgebrochen. Für die neue Zentrumsüberbauung an selber Stelle soll noch in diesem Jahr das Baugesuch aufgelegt werden. 

Urs Brüschweiler
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Die Asche der Turnhalle (links) und das alte Schulhaus verschwinden. (Bilder: Mario Testa)

Die Asche der Turnhalle (links) und das alte Schulhaus verschwinden. (Bilder: Mario Testa)

 «Die Versicherung hat das Okay gegeben, die Reste der abgebrannten Turnhalle dürfen verschwinden.» Gemeindepräsident Urs Rutishauser informierte am Dienstagabend die Bevölkerung über die Entwicklungen auf dem Areal. Am 1. Juli war die alte, leerstehende Turnhalle Opfer der Flammen geworden, Jugendliche hatten sie in Brand gesteckt.

Das alte Schulhaus wird dem Erdboden gleich gemacht.

Das alte Schulhaus wird dem Erdboden gleich gemacht. 

Im gleichen Zug werde nun auch jetzt schon das alte Schulhaus abgerissen, erklärte Rutishauser. Hier, mitten im Herzen der Gemeinde, soll ab nächsten Sommer eine neue Zentrumsüberbauung realisiert werden, welche auch die Gemeinde für ihre Verwaltung nutzen wird.

An der Vorinfo zur Gemeindeversammlung berichtete der Gemeindepräsident, dass es einen Wechsel beim Investor gegeben habe. Neue Projektbesitzerin sei nun die Rhomberg Bau AG aus St. Gallen, die derzeit noch einige Änderungen am Grundriss vornehme. Das Baugesuch soll noch dieses Jahr aufgelegt werden. Die Bürger befinden nächste Woche über die Kosten der Trafostation und der Bachöffnung auf dem Areal. Beide Punkte seien aber im Rahmen des bereits rechtskräftigen Gestaltungsplans «Zentrumsüberbauung» schon abgehandelt worden.

Urnenabstimmungen ab einer Million Franken

An der Gemeindeversammlung soll auch die neue Gemeindeordnung genehmigt werden. Deren Eckpunkte sind: Über Kredite von über einer Million Franken wird neu an der Urne abgestimmt. Die Finanzkompetenzen werden neu geregelt. Der Gemeindeschreiber führt die Verwaltung und nicht mehr der Gemeinderat.

Nicht mehr in der neuen Gemeindeordnung erscheint zudem die Klausel, dass Mitglieder von Kommissionen stimmberechtigte Einwohner der Gemeinde sein müssen. Bei der Zusammenlegung der Sozialämter zum «Kompetenzzentrum Soziale Dienste See» hatte dies zu einem unrechtmässigen Zustand geführt, der damit behoben wäre.

Schulsteuerfüsse werden angepasst

Der Steuerfuss der Gemeinde bleibt bei 57 Prozentpunkten. Die Primarschule muss ihren um 4 auf 64 Prozentpunkte  erhöhen, wegen des neuen Schulfinanzausgleichs. Im Gegenzug könne aber die Sekundarschulgemeinde ihren um 7 Prozentpunkte senken.