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Die Bäckerfamilie trifft sich zu guter Musik

Am Samstag hatte das Bäckerstübli in Scherzingen eine Blues-Band aus Lettland zu Besuch. Die Konzertsaison im Lokal verläuft bisher perfekt für Anke und Attilio Grando. Trotz des Erfolgs denkt das Wirte-Paar ans Aufhören.
Marc Ferber
Die Latvian Blues Band spielt am Samstag im Bäckerstübli in Scherzingen. (Bild: Marc Ferber)

Die Latvian Blues Band spielt am Samstag im Bäckerstübli in Scherzingen. (Bild: Marc Ferber)

«Hans hier ist Schreiner, sie mit den kurzen Haaren Hundesitterin und er ganz hinten ist Arzt», Wirtin Anke Grando kennt nicht nur die Namen der rund 50 Gäste, sondern auch ihre Lebensgeschichten. Sie alle kamen am Samstagabend ins Bäckerstübli, um die lettischen Musiker von der Latvian Blues Band zu erleben. Immerhin gäbe es die «Bäckerfamilie» bereits seit bald 20 Jahren und da kenne man sich einfach.

Liebt man Blues, ist man im "Bäcker" richtig

Leadsänger und Gitarrist Janis Bukovskis bahnt sich derweil seinen Weg durchs Publikum und begeistert mit einem langen, theatralisch inszenierten Solo. «Der ist wirklich grossartig», findet Besucherin Linda Thum aus Landschlacht. An den Samstagen müsse sie keinen Tisch im Bäckerstübli reservieren, sondern sich abmelden, wenn der Terminkalender wirklich mal keinen Besuch zulasse. «Ich liebe Blues und da bin ich im Bäcker genau richtig. Die Atmosphäre, die Leute und eben die Musik machen die Konzerte aus», sagt Linda Thum. Dafür zahlt sie auch gerne 33 Franken für den Eintritt ins dicht gedrängte Lokal.

Am 15. September starteten Anke und Attilio Grando in die Konzertsaison. Die Sommerpause tat dem Wirte-Paar gut. Entspannt zapfen sie Bier und lächeln sich liebevoll an. «Wir vertrauen uns blind und Streitpunkte gibt es keine», sagt Attilio Grando.

Sie könnten jeden Tag ein Konzert organisieren

Die ersten Bands der Saison kamen gut beim Publikum an und die Letten scheinen auch zu überzeugen. In der Pause erzählt Sänger Janis Bukovskis, dass sie genau solche Lokale lieben: klein mit dem gewissen Etwas. «Wir erhalten so viele Anfragen, dass wir jeden Tag ein Konzert veranstalten könnten», sagt Anke Grando.

Geplant ist jedoch das Gegenteil: Sie sind auf der Suche nach einem Nachfolger. «Attilo ist 65. Und ich würde eine andere Beschäftigung finden.» Dass der Verkauf nicht einfach wird, sind sie sich bewusst. «Wir haben es nicht eilig. Aber wenn jemand das Bäckerstübli übernehmen möchte, sagen wir nicht Nein.»

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