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Die Autokurse Oberthurgau schlüpfen unter das Dach der Bus Ostschweiz Gruppe

Die Autokurse Oberthurgau AG richtet sich neu aus und sucht die Zusammenarbeit mit einer starken Partnerin. Ab 1. Juli übernimmt die Bus Ostschweiz Gruppe aus Altstätten die Geschäftsführung.
Rita Kohn
Autokurse Oberthurgau AG und Bus Ostschweiz sind neue Buspartner. Geschäftsleiter Roland Ochsner, AOT-Präsident Martin Salvisberg und Standortleiter Daniel Richter. (Bild: Donato Caspari)

Autokurse Oberthurgau AG und Bus Ostschweiz sind neue Buspartner. Geschäftsleiter Roland Ochsner, AOT-Präsident Martin Salvisberg und Standortleiter Daniel Richter. (Bild: Donato Caspari)

Die Autokurse Oberthurgau (AOT) und die Bus Ostschweiz Gruppe (BOS) planen eine gemeinsame Zukunft. Das manifestieren sie mit dem Tausch von je zehn Aktien. AOT-Präsident Martin Salvisberg sagt: «Das ist wie ein Verlobungsring».

Tatsächlich hat der Aktientausch vor allem Symbolcharakter. 180 Aktien der AOT bleiben in der Hand der beteiligten Gemeinden, zehn bleiben bei der AOT selber. Damit steht fest: Die Autokurse Oberthurgau bleiben auch nach dem Schritt zur strategischen Zusammenarbeit ein rechtlich selbständiges Unternehmen.

Das Management wird ausgelagert

Was aber hat die nun beschlossenen strategische Zusammenarbeit für Konsequenzen? Sieben Bereiche der operativen Geschäftsführung werden neu durch BOS Management betreut. Das umfasst unter anderem das Management, die IT, das Marketing, die Entwicklung, die Produktion, die Finanzen und auch die personelle Ebene über den Bereich Human Ressources.

Laut Martin Salvisberg ändert sich für die Mitarbeitenden der AOT nichts. «Sie haben weiterhin einen Arbeitsvertrag mit der AOT.» Sie könnten aber in geeigneter Form von den Personal-Entwicklungsmassnahmen der BOS profitieren. Die Mitarbeitenden wurden am Wochenende über die Veränderungen informiert.

In den Prozess involviert war auch der Kanton. Als Hauptbesteller der AOT-Fahrleistungen – er trägt rund 70 Prozent der Kosten – unterstützt der Kanton die Zusammenarbeit ausdrücklich. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass die AOT mittlerweile zu klein ist, um den wachsenden Anforderungen im operativen Bereich zu genügen. Eine spezialisierte Unternehmungsberatung aus Bern zeigte die Schwächen der aktuellen Lösung auf und analysierte den Strukturbereinigungsprozess.

Trennung vom langjährigen Geschäftsführer

Martin Salvisberg gab bekannt, dass sich die AOT im Zuge der Veränderungen vom langjährigen Geschäftsführer Peter Dürrenmatt per Ende Juni trennen werde. Es werde nach einer einvernehmlichen Lösung gesucht, betont er.

Grund für die Trennung sei die Unvereinbarkeit der jeweiligen Ansicht über die künftige Strategie. Die Nachfolge von Peter Dürrenmatt in Amriswil wird Daniel Richter als neuer Standortleiter antreten. Der Geschäftssitz der AOT bleibt weiterhin in Amriswil.

Zusammenarbeit ist keine Einbahnstrasse

Roland Ochsner wird als Unternehmensleiter der BOS Gruppe auch die Geschäftsführung der AOT übernehmen. Er sieht die Zusammenarbeit nicht als Einbahnstrasse, von der nur die AOT profitieren kann. Mit den Autokursen Oberthurgau käme auch weiteres Know-how in die Gruppe, ist er überzeugt.

Daniel Richter wird Standortortleiter

Der 55-jährige Wiler Daniel Richter wird ab dem 1. Juli die Standortleitung der AOT in Amriswil übernehmen. Er arbeitet seit über 30 Jahren im Bereich Öffentlicher Verkehr, seit 25 Jahren in einem Bus-Unternehmen in der Region Zürich als Betriebsleiter.

Er suche eine neue Herausforderung, die es ihm ermögliche, wieder an vorderster Front mitzuarbeiten, sagt Daniel Richter. Die Rückkehr in die Ostschweiz – er hat mehrere Jahre im Thurgau gearbeitet und kennt die örtlichen Gegebenheiten – falle ihm leicht. «Ich freue mich darauf, in einem vertrauten Umfeld etwas zur Entwicklung des öffentlichen Vekrehrs beitragen zu können», sagt der künftige Standortleiter.

Für Daniel Richter steht der Kunde im Zentrum. «Ich werde mich darauf fokussieren, dass die Fahrgäste mittelfristig von den Veränderungen profitieren können», sagt er. Er denkt dabei nicht nur an einen neuen Internetauftritt der AOT, sondern auch an Informationen im Störungsfall. (rk)

Ausserdem stärkt der Verbund zahlreicher Ostschweizer Busunternehmen die Gruppe, die damit mehr Ressourcen unter anderem zur Entwicklung und zum Marketing bekommt. «Es ist also eine win-win-Situation», umschreibt Ochsner die künftige Zusammenarbeit. Die AOT könne als Unternehmen von der Professionalität der Gruppe profitieren, ohne ihre Selbständigkeit aufzugeben. «Das ist eine Lösung für die Zukunft.»

Mehr Leistungen durch die neue Zusammenarbeit

Martin Salvisberg macht deutlich, dass die AOT durch die neue Lösung kein Sparprogramm fahre. Im Gegenteil, die Management-Lösung könne unter dem Strich mehr kosten als bisher. Allerdings seien damit auch deutlich mehr Leistungen verbunden, die das Unternehmen in seiner bisherigen Form nicht aufbringen konnte. So etwa die Auseinandersetzung mit der Technik, von der die Autokurse Oberthurgau letztlich profitieren könne. Spätestens Mittelfristig sollen die Passagiere von den Mehrleistungen profitieren können.

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