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Interview

Die Arbonerin Simone Siegmann liebt ihr Leben und hat ein offenes Ohr für jeden

Die Hotelière der Wunderbar, Simone Siegmann, nimmt sich gerne Zeit für die Menschen um sie herum. Sie hat eine Schwäche für Jamie Oliver, auch wenn sie selbst keine begeisterte Köchin ist, und neben ihrem Bett sitzen stets zwei «Qaulwampen».
Valentina Thurnherr
Simone Siegmann, Inhaberin des Hotels Wunderbar in Arbon mit ihrem Hund Kiwi im Garten des Hotels. (Bild: Andrea Stalder)

Simone Siegmann, Inhaberin des Hotels Wunderbar in Arbon mit ihrem Hund Kiwi im Garten des Hotels. (Bild: Andrea Stalder)

Warum wohnen Sie in Arbon und nirgendwo anders?

Ich finde Arbon ist einer der schönsten Orte, die es gibt. Die Stimmung am See ist eine ganz Besondere. Ich schätze mich extrem glücklich, hier sein zu dürfen.

Wohin würden Sie ausserhalb des Thurgaus ziehen?

Im Moment wäre das vermutlich Südafrika. Das Licht und die Stimmung, die über dem Land liegen, haben mich schon immer fasziniert. Und natürlich des guten Essens wegen. (lacht)

Gibt es einen Lieblingsort für Sie im Thurgau?

Arbon. Natürlich gibt es viele schöne Weiler und Städte in der Nähe, aber Arbon ist einfach mein liebster Ort.

Was lieben Sie am Sommer?

Der Vorteil am Sommer ist, dass man im See schwimmen gehen kann. Ich finde auch die Veranstaltungen, die hier stattfinden, sehr bereichernd. Wie etwa das Summerdays Festival, das Open-Air-Kino oder die Öpfel-Trophy. Es gefällt mir, wenn etwas läuft, und auch andere Leute diese wunderbare Infrastruktur nutzen können.

Was sollte man im Thurgau im Sommer unbedingt machen?

Irgendetwas auf dem Wasser. Sei das Stand-up-Paddeln, Segeln oder Rudern. Was man im Thurgau auch unbedingt machen sollte: Mit dem Velo durch die Landschaft fahren.

Was machen Sie, um gesund zu bleiben?

Ganz ehrlich – nicht wirklich viel. Meinem Hund habe ich es zu verdanken, dass ich mich wenigstens überdurchschnittlich viel bewege.

Können Sie kochen?

Ich hatte noch nie ein Kochbuch in den Händen oder habe irgendetwas nach Rezept gekocht. Ich durfte aber jahrelang einem Profi in die Pfanne schauen. Dabei habe ich gelernt, aus meinem Kühlschrankinhalt innert kürzester Zeit etwas Essbares zustande zu bringen.

Ihr Restaurant-Tipp lautet …

Mein Lieblingsrestaurant ist das «Treichli» in Wienacht-Tobel.

Bratwurst mit oder ohne Senf?

Ohne. Ich finde unsere Olma-Bratwurst ist so gut, dass es meiner Meinung nach keinen Senf dazu braucht.

Was haben Sie als Kind am liebsten gegessen?

Omelette, gefüllt mit Champignons und Hackfleisch. Meine Mutter hat die immer grossartig hinbekommen.

Simone Siegmann mit ihrem Hund Kiwi und einem der drei freilaufenden Hasen im Garten des Hotels Wunderbar. (Bild: Andrea Stalder)

Simone Siegmann mit ihrem Hund Kiwi und einem der drei freilaufenden Hasen im Garten des Hotels Wunderbar. (Bild: Andrea Stalder)

Was haben Sie zuletzt in Konstanz eingekauft?

Am letzten Weihnachtsmarkt habe ich lediglich einen völlig übersüssten Glühwein getrunken.

Und was in einem Thurgauer Laden?

Spiessli beim Metzger Meierhofer, Früchte und Gemüse im «Natürli», Geschirr im Laden Seelig und Erdbeertörtchen in der Bäckerei Kunz.

Was hören Sie im Auto?

(lacht) Also bei mir ist es so: Ich bin mit meinem Auto immer recht hektisch unterwegs. Und meistens finde ich meinen Lieblingssender, SWR 4, erst kurz vor dem Ziel.

Die beste App auf Ihrem Handy?

Die Wetter-App. Die brauche ich täglich, da unser Betrieb sehr wetterabhängig ist. Bei schönem Wetter brauchen wir bis zu zehn Mitarbeiter mehr.

Was macht Ihr Haustier so besonders?

Ich habe mehrere. Nebst meinem treuen Bearded-Colli wohnt auch noch eine egoistische Katze bei uns, die neuerdings mit meinen Seidenhühnern im Stall übernachtet. Ein Leben ohne meine Tiere will ich mir gar nicht vorstellen.

Worüber kann man mit Ihnen nicht reden?

Mit mir kann man über alles reden. Ich verlasse ein Thema aber relativ schnell, wenn es nicht fundiert ist und wichtige Hintergrundinformationen fehlen.

Lügen Sie manchmal?

Nein, ich lüge nicht. Aber ich habe im Laufe der Jahre gelernt, nicht mehr alles zu sagen.

Wonach schmeckt Glück?

Glück riecht für mich nach frischer Luft. Nach einem Lavendelfeld oder vielleicht nach einer gut duftenden Frühlingsbowle.

Was liegt auf Ihrem Nachtisch?

Ich habe keinen Nachttisch. Aber neben meinem Bett steht eine Skulptur von Werner Hartmann und zwei «Qaulwampen» von Anita Städler aus Arbon.

Mit welchem Menschen würden Sie gerne einen Tag tauschen?

Wenn ich das könnte, würde ich gerne einen Fluglotsen in einem Tower ersetzen. Noch spannender wäre es natürlich, die Trainerin der Patrouille Suisse zu sein.

Ihr erster Traumberuf war?

Ich hatte nie wirklich einen Traumberuf. Aber heute darf ich ihn ausführen.

Was schätzen Sie an Ihrem Partner besonders?

Fragen Sie mich das in zwei Jahren noch mal. (lacht)

Mit wem würden Sie gerne einmal eine Flasche Wein trinken?

Mit Robert Redford. Ich bin eine grosse Filmliebhaberin, eine Leidenschaft, die ich von meinem Vater übernommen habe.

Was möchten Sie unter allen Umständen in diesem Leben noch machen?

Die schönsten Leuchttürme der Welt besuchen.

Wie lautet der Filmtitel Ihres Lebens?

Es gibt diesen schönen Spruch von Goethe: «Was immer du tun kannst oder wovon du träumst – fang damit an.»

Wer soll Ihre Rolle spielen?

Meryl Streep.

Simone Siegmann an der Trese ihres Restaurants im Hotel Wunderbar in Arbon. (Bild: Andrea Stalder)

Simone Siegmann an der Trese ihres Restaurants im Hotel Wunderbar in Arbon. (Bild: Andrea Stalder)

Was finden Sie gut an sich?

Dass ich Menschen gern habe, mir Zeit für sie nehme und immer ein offenes Ohr habe.

Was würde Ihre Mutter über Sie sagen?

Sie würde nicht nur, sie tut es auch. Ich habe das Glück, dass meine 76-jährige Mutter mit mir zusammenarbeitet. Ich sehe ihr an, dass sie stolz auf mich ist. Ab und zu macht sie aber eine Bemerkung, dass ich ihren Salatkreationen zu wenig Beachtung schenke.

Was ist Ihr heimliches Hobby?

Ich muss eigentlich nichts heimlich machen. Wenn ich Zeit habe, dann schaue ich Jamie Olivers Kochsendung. Der zaubert innert kürzester Zeit einen Dreigänger hin, der nicht nur schön aussieht, sondern auch essbar ist.

Was soll auf Ihrem Grabstein stehen?

«Das Glück hat mich gefunden.»

Zur Person

Simone Siegmann betreibt in Arbon das Hotel Wunderbar direkt am See. Sie ist 53 Jahre alt und absolvierte ihre KV-Lehre im Arboner Hotel Metropol. Später machte sie noch eine Weiterbildung zur eidgenössisch diplomierten Buchhalterin. Seit kurzem nimmt sie in ihrer Freizeit regelmässig an einer Schreibwerkstatt teil.

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