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Die Arboner Meise kümmert sich um die bedrohte Vogelwelt

Der Natur- und Vogelschutz ist mit 242 Mitgliedern einer der grössten Vereine in der Stadt. Sie können an Exkursionen zum Alten Rhein teilnehmen. Es wartet aber auch viel Arbeit auf sie, beispielsweise die Reinigung von 990 Nistkästen.
Hedy Züger
In der Arboner Bucht gibt es eine Kiesinsel für die Vögel. (Bild: Max Eichenberger)

In der Arboner Bucht gibt es eine Kiesinsel für die Vögel. (Bild: Max Eichenberger)

100 neue Bäume möchte der Natur- und Vogelschutz Meise dieses Jahr in Arbon mit der Bevölkerung pflanzen. An der Jahresversammlung am letzten Freitag wies Präsidentin Erica Willi auf die Bedeutung der Artenvielfalt hin. Jeder Private könne sie fördern, zum Beispiel durch Blumenwiesen in seinem Garten, in denen sich Insekten tummeln. Blütenpflanzen und ihre Standorte macht Biologe Laurenz Winkler bei drei Rundgängen zum Thema, die Einladung richtet sich an alle Freunde der grünen Welt.

Ein Kiebitz wanderte durch die Versammlung, leider nur als Präparat. Der Vogel mit dem Federschmuck auf dem Kopf scheine in Arbon ausgestorben zu sein, bedauerte Willi. Auch Amseln, Kohlmeisen und Spatzen seien auf dem Rückgang.

Viele Wintergäste in der Arboner Bucht

Negativ war die Stimmung an der Versammlung trotzdem nicht. Der Zugvogeltag und Exkursionen zeigten, wie begehrt die Arboner Bucht bei Wintergästen aus Skandinavien und sogar Sibirien sei. Spaziergänger lieben es besonders, die zugereisten Enten am Ufer kennenzulernen: Kolben-, Krick-, Reiher- oder Tafelente? Plakate am Weg mit Fotos vermitteln Infos, auch darin steckt viel Arbeit des Vorstands. Insgesamt überwinterten 211000 fremde Vögel am Bodensee.

Der zeitlich grösste Aufwand wird auch im Herbst 2019 bei der Reinigung der fast 1000 Nistkästen zu leisten sein, der Verein erwartet dazu weitere neue Helfer. In den Vorstand wurde Fernando Lopez gewählt, er befasst sich mit der nächsten Schülerexkursion.

Naturnahe Gärten bieten Glühwürmchen Lebensraum

Glühwürmchen in der Nacht. (Bild: Fernando Gregory)

Glühwürmchen in der Nacht. (Bild: Fernando Gregory)

Im Referat über das Glühwürmchen, eigentlich ein Leuchtkäfer, zeigte der Biologe Stefan Eicher, wie originell der kleine Mitbewohner ist, was seinen Bestand dezimiert und wie seine bevorzugte Bleibe aussehen müsste. Menschen können ihm das Leben durch naturnahes Gärtnern erleichtern, die Familiengärten in Zürich zeigen, wo sich die Glühwürmchen des Lebens erfreuen.

Die Kommentare von Erica Willi verrieten, dass die Aufgaben für den Natur- und Vogelschutz zunehmen. Die eigentliche Verantwortung trägt trotzdem die Bevölkerung, sie muss sich informieren, dem Verein helfen und selber mitdenken.

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