Die Arboner lassen sich die grösste Orgel im Kanton einiges kosten 

Die evangelische Kirchgemeinde kann das Instrument für 430'000 Franken revidieren und erneuern. Auch für die klangliche Rückführung sieht es gut aus.

Markus Schoch
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Organist Simon Menges, Kirchenvorsteherin Ursula Gentsch und Kirchenpräsident Robert Schwarzer. (Bild: Natascha Arsic)

Organist Simon Menges, Kirchenvorsteherin Ursula Gentsch und Kirchenpräsident Robert Schwarzer. (Bild: Natascha Arsic)

Das Ergebnis dürfte Musik in den Ohren von Organist Simon Menges und der Kirchenvorsteherschaft sein. Die Kirchbürger haben am Sonntag mit 706 gegen 115 Stimmen deutlich Ja gesagt zum Kredit von 430'000 Franken für die Reinigung und Revision der 1924 erbauten Orgel – der grössten im Kanton Thurgau mit rund 4000 Pfeifen. Die Stimmbeteiligung betrug 27 Prozent.

Kirchenpräsident Robert Schwarzer dankt den Kirchbürgern für die breite Zustimmung.

«Das Resultat ist sehr erfreulich.»

Die Generalüberholung ist überfällig, unter anderem wegen Schimmelbefalls vor allem im Positiv und im Fernwerk. Aus sicherheitstechnischen Gründen wird die Firma Rieger aus Schwarzach auch die elektrischen Installationen ersetzen. So sind beispielsweise die Kabel noch baumwollummantelt. Zudem baut das Unternehmen aus Vorarlberg einen neuen dreimanualigen Spieltisch ein. Die Arbeiten dauern voraussichtlich rund drei Monate und werden in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres ausgeführt.

Klangliche Rückführung

Geplant ist in einem separaten Projekt, das Instrument aus dem Hause Kuhn nach diversen Umbauten wieder näher an seinen ursprünglichen Klang heranzuführen. Die Kirchgemeinde rechnet dafür mit Kosten von maximal 120000 Franken. Für die Finanzierung sollen ausschliesslich Spender aufkommen. «Die Sammelaktion ist gut angelaufen», sagt Kirchenpräsident Schwarzer. «Wir sind nach wie vor zuversichtlich, die nötigen Gelder zusammen zu bringen.»

Frühlingsputz für grösste Thurgauer Orgel

Die evangelische Kirchgemeinde Arbon lässt die grösste Orgel im Kanton nächstes Jahr für fast eine halbe Million Franken sanieren. Zusätzlich will sie eine klangliche Rückführung für 120'000 Franken vornehmen lassen. Dafür ist eine Spendenaktion geplant.
Natascha Arsic