Die Arboner Altstadt leuchtet bald wieder

Bereits zum neunten Mal locken die individuell gestalteten Adventsfenster die Leute an.

Eva Wenaweser
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Diese Läden gestalten ein Adventsfenster in Arbon. (Bild: PD)

Diese Läden gestalten ein Adventsfenster in Arbon. (Bild: PD) 

Michela Abbondandolo, Organisatorin (Bild: Urs Bucher)

Michela Abbondandolo, Organisatorin (Bild: Urs Bucher)

Im Dezember erhellen die Adventsfenster wieder die Gassen der Arboner Altstadt. Seit 2010 organisiert Michela Abbondandolo, Inhaberin des Restaurants Michelas Ilge, den Anlass. «Die Altstadt ist besonders schön mit der Weihnachtsbeleuchtung. Wenn ich neben dem ganzen Weihnachtsstress Zeit habe, mache ich in der Nacht gerne noch einen Spaziergang, um die stimmungsvolle Atmosphäre zu bewundern», sagt Abbondandolo.

Dieses Jahr fliesst in die Gestaltung der Fenster auch das Thema Kinderrechte mit ein. «Wir geben für die Gestaltung der Fenster keine grossen Vorgaben. Aber es ist uns wichtig, dass das Thema aufgegriffen ist. Weihnachten hat aber grundsätzlich schon viel mit Kindern zu tun, daher denke ich nicht, dass das ein Problem sein wird.»

Die Idee der Thematisierung kam von der Stadt. Noe Rottmann, Gemeinwesenarbeiterin des Bereichs Gesellschaft, der dies lanciert hat, äussert sich folgendermassen: «Zum 30-Jahr Jubiläum der Kinderrechte haben wir gemeinsam mit Vereinen, Kulturinstitutionen und Organisationen eine einjährige Veranstaltungsreihe namens «links to your rights» geplant» (unsere Zeitung berichtete). In diesem Rahmen werde es Anlässe für Kinder und Jugendliche in den Bereichen Freizeit und Bildung geben.

«Die Adventsfenster sind ein bereits bestehender Anlass, den wir dieses Jahr mit dem Thema Kinderrechte verknüpfen konnten.»

Laut Rottmann wird es aber über das Jahr verteilt auch neue Events geben. Weitere Infos unter www.arbon.ch/links-rights

Gestaltung der Fenster findet grossen Anklang

Der Anlass hat sich mittlerweile zu einem Selbstläufer entwickelt. «Dieses Jahr musste ich sogar einigen Interessenten absagen, da alle 24 Fenster bereits besetzt waren», sagt Abbondandolo. Von allen die mitmachen seien etwa 60 Prozent immer die gleichen Läden und Gaststätten. Die restlichen 40 Prozent sind neue Leute. «Ich achte darauf, dass ich so auch neuen Läden in Arbon eine Chance geben kann, um bekannter zu werden», sagt Abbondandolo.

Immer mehr Teilnehmer organisieren an ihrem Tag auch einen Apéro, obwohl es laut Abbondandolo nicht vorgegeben ist.

«Ich finde es toll, wie die Leute sich auf freiwilliger Basis und obwohl sie selbst für die Kosten aufkommen müssen, so für die Adventfenster engagieren. Solche Events stärken den Zusammenhalt.»

Es sei aber einfach schön, wenn man draussen zusammensitzen kann. «Bei manchen wird etwas zu Essen angeboten wie Beispielweise Raclette, andere bieten Getränke wie Glühwein und Tee an. Es gibt aber auch solche, die beispielsweise eine Geschichte erzählen – Hauptsache man geniesst es zusammen.» Abbondandolo mache mit ihrem Restaurant Michelas Ilge wieder den Abschluss am 24. Dezember. «Es wird am Mittag wieder eine Suppe für den guten Zweck geben. So können am Abend alle gemütlich bei ihren Familien sein.»

ARBON: Es werde Licht im Städtli

Im Dezember wird jeden Tag ein neues Adventsfenster aufgehen. Michela Abbondandolo findet auch nach sechs Jahren noch mühelos Teilnehmer.
Maria Keller

Lichter in den dunklen Gassen

Auch dieses Jahr organisiert Wirtin Michela Abbondandolo in der Altstadt die Adventsfenster. Private, Lädeli und Gaststätten bitten während der Vorweihnachtszeit zum Apéro, die Jugendmusik gibt ein Konzert und in der «Ilge» schenkt man Suppe aus.
Tanja von Arx