Die «Amriswiler Konzerte» erhalten zum 50-Jahr-Jubiläum den Anerkennungspreis der Stadt

Heuer haben die Verantwortlichen Kulturschaffende ausgezeichnet. Die Geschichte der «Amriswiler Konzerte» begann 1971. Malerin Ute Klein erhält den städtischen Kulturpreis.

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Der Vorstand der «Amriswiler Konzerte»: Kerstin Haubrich (Leitung Konzertgruppe), Thomas Haubrich (künstlerische Leitung), Irène Manz-Pomey (Konzertorganisation, Gründerin), Dagmar Grigarová (künstlerische Leitung), Andreas Müller (Aktuar) und Präsident Stefan Zöllig. Es fehlt Sonja Kempter (Finanzen).

Der Vorstand der «Amriswiler Konzerte»: Kerstin Haubrich (Leitung Konzertgruppe), Thomas Haubrich (künstlerische Leitung), Irène Manz-Pomey (Konzertorganisation, Gründerin), Dagmar Grigarová (künstlerische Leitung), Andreas Müller (Aktuar) und Präsident Stefan Zöllig. Es fehlt Sonja Kempter (Finanzen).

PD

(red.) Alle zwei Jahre verleiht die Stadt Amriswil den Kultur- und den Anerkennungspreis für besondere Leistungen im kulturellen Bereich. Voraussetzung für die Auszeichnung mit einem solchen Preises ist der Zusammenhang zwischen der kulturellen Leistung und der Stadt Amriswil oder der Region. Beide Preisübergaben werden von einer öffentlichen Feier begleitet. Bestimmt werden die Gewinner von der Kulturkommission, der Stadträtin Madeleine Rickenbach als Präsidentin vorsteht.

Heuer wird Malerin Ute Klein mit dem Kulturpreis und die Amriswiler Konzerte mit dem Anerkennungspreis ausgezeichnet. «Beide haben den Preis mehr als verdient», sagt Rickenbach zum Entscheid. Ute Klein, weil ihr Leistungsausweis für sich spreche und die Amriswiler Konzerte, weil sie seit 50 Jahren regelmässig Konzerte für und in Amriswil organisieren und so einen wesentlichen Teil zum kulturellen Angebot der Stadt und Region beitragen. Die Amriswiler Konzerte seien schon länger im Gespräch um den Preis, doch wann wäre eine Vergabe passender, als zum baldigen Jubiläum?

Die Geschichte beginnt 1971

Die Geschichte der Amriswiler Konzerte beginnt 1971. Damals wurde der Organist André Manz von der Kirchenbehörde ermuntert, eine Konzertreihe für die Region ins Leben zu rufen. Aus diesen Veranstaltungen wurden 1982 die Amriswiler Konzerte, die seither auch von der politischen Gemeinde unterstützt werden. Von Beginn weg bis zum Ende der Saison 20/21 werden gegen 1000 Konzerte stattgefunden haben. Die künstlerische und organisatorische Leitung lag bis 2006 in den Händen von André und Irène Manz. Zwei Jahre später folgte eine umfassende Reorganisation, die katholische Kirchgemeinde gesellte sich dazu und der «Verein Amriswiler Konzerte» wurde gegründet, dem Stefan Zöllig vorsitzt.

Die künstlerische Leitung obliegt den Kirchenmusikern und Organisten Thomas Haubrich und Dagmar Grigarovà. Unterstützend wirkt Irène Manz-Pomey bei der Organisation der Konzerte mit. Ausserdem im Vorstand sind Kerstin Haubrich, Sonja Kempter und Andreas Müller. 2021 feiern die Amriswiler Konzerte ihre 50. Saison mit einem Jubiläum und einem Festprogramm.

Kulturpreis an Ute Klein

Mit dem Kulturpreis wird Ute Klein ausgezeichnet. Seit 1998 werkt und wohnt die Malerin in der ehemaligen Textilfabrik Laib. Sie aber als klassische Malerin zu bezeichnen, würde ihr Schaffen wohl nicht abschliessend beschreiben. Sie malt Bilder und gestaltet Räume, erforscht Wahrnehmung, befragt Sprache, interessiert sich für Zwischentöne, Atmosphären und Fliessendes. Ihre Werke stehen meist in grösseren Zusammenhängen, reiben sich am Kontext und setzen sich mit der Umwelt auseinander.

Ute Klein bekam Förderbeiträge vom Kanton, gewann den Adolf Dietrich Preis sowie den Preis der Internationalen Bodenseekonferenz, konnte in die Cité Paris und nach Melbourne. Ihre Wandmalereien sind unter anderem in der Apotheke Amriswil sowie im Spital Frauenfeld zu sehen.

Verliehen werden die Preise am Dienstag, 3. November, um 19.30 Uhr im Kulturforum Amriswil. Um die Schutzmassnahmen einzuhalten, ist eine Anmeldung auf www.eventfrog.ch erforderlich. Die Platzzahl ist beschränkt.