Die Amriswiler Jugendlichen brauchen Raum

Das Team der offenen Jugendarbeit Yoyo bietet den jungen Menschen verschiedene Angebote. Unter anderem Jobcoaching, aufsuchende Jugendarbeit oder ein Jugendkaffee mit Themenschwerpunkten.

Rita Kohn
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Esther Hausammann, Kata Probst, Olivia Miesch, Matthias Bommer und Julia Haueis sind für die Jugendlichen von Amriswil da. (Bild: PD)

Esther Hausammann, Kata Probst, Olivia Miesch, Matthias Bommer und Julia Haueis sind für die Jugendlichen von Amriswil da. (Bild: PD)

Sie sind jung und motiviert. Und sie sind teilweise nur für wenige Wochen oder Monate da. Aber alle fünf Persönlichkeiten aus dem aktuellen Leiterteam der Fachstelle für Jugendarbeit Yoyo ist die Arbeit mit den Jugendlichen von Amriswil wichtig.

Die Fachstelle steht unter der Leitung der Sozialarbeiterin Esther Hausammann, die im Juli 2017 zum Team gestossen ist. Sie betreut das Jobcoaching, das aus dem Angebot Brückenbauer heraus entstanden ist. Ein Angebot, das nach wie vor sehr wichtig sei, wie Esther Hausammann betont. Dabei gehe es nicht nur darum, den Jugendlichen zu helfen, eine Lehrstelle zu finden, sondern auch, ihnen beizustehen, wenn bei der Lehre Schwierigkeiten auftauchen und ein Lehrabbruch droht. «Mit den 20 Stellenprozenten, die für diesen Bereich zur Verfügung stehen, sind wir am untersten Limit», sagt die Fachstellen-Leiterin.

Wichtige Lebenswelt für Jugendliche

Einen ganz anderen Bereich deckt Kata Probst ab, die über Studium in Soziokultureller Animation verfügt. Sie ist bis im Sommer für die aufsuchende Jugendarbeit zuständig. Dabei stellt sie fest, dass der öffentliche Raum eine wichtige Lebenswelt für Jugendliche ist. Hier trifft sie vor allem auf junge Menschen, die keine regelmässigen Treffbesucher sind, dennoch aber vom Yoyo profitieren können. Sie hilft ihnen auch, einen guten Umgangston mit der übrigen Bevölkerung zu finden.«Die Jugendlichen brauchen Raum», konstatiert Kata Probst. Ein Angebot ist deshalb die jeweils am Freitagabend von 22 bis 23.30 Uhr offene Turnhalle.

Sozialarbeiterin Olivia Miesch ist zur Hauptsache für das Jugendkaffee zuständig. Hier bietet sich den Jugendlichen nicht nur eine Treffmöglichkeit, ein mehrköpfiges Betriebsteam kann auch erste Erfahrungen im Arbeitsmarkt sammeln. Im Rahmen des Jugendkaffees finden auch themenorientierte Schwerpunkte statt, zudem sind die Jugendlichen eingeladen, sich zum einen an der Ausgestaltung des Programms und zum anderen an der Gestaltung der Räumlichkeiten zu beteiligen.

Die Kinder bekommen eine Perspektive

Olivia Miesch zur Seite gestellt ist Matthias Bommer, der ein halbjähriges Praktikum absolviert. Er kümmert sich zudem um das Projekt «offene Turnhalle», das unter der Yoyo-Leitung den Kindern von Amriswil neue Perspektiven für einen sonntäglichen Spielgenuss bieten soll.

Zum Team gehört bis im Sommer auch Julia Haueis, die sich als Springerin in verschiedenen Bereichen engagiert, vor allem aber auch bei der Treff-Betreuung mitwirkt.

Bis 70 Besucher wöchentlich

Das Jugendkaffee mit seinen verschiedenen Angeboten entspricht einem Bedürfnis. Während der drei Öffnungstage – Dienstag von 16 bis 19 Uhr, Mittwoch von 14 bis 18 Uhr und Freitag von 16 bis 23 Uhr – können jeweils rund 80 bis 90 Besuche von 60 bis 70 verschiedenen Personen verzeichnet werden. Etwa 20 bis 25 Gäste sind Mädchen.

Dank ihres niederschwelligen Beratungsangebots ist die Fachstelle für Jugendarbeit in allen Bereichen eine wichtige Anlaufstelle für die Amriswiler Jugendlichen geworden. Auffällig ist dabei, dass auch viele ältere Jugendliche dem Yoyo treu bleiben. Das Angebot richtet sich an Jugendliche von 13 bis 20 Jahren.

Tag der offenen Türe

Damit sich die Bevölkerung von Amriswil ein Bild vom YoYo und dessen Angebot machen kann, findet am Samstag, 23. März von 11 bis 15 Uhr ein Tag der offenen Türen statt. Das Leitungsteam und die Jugendlichen können so zeigen, was durch die offene Jugendarbeit alles möglich gemacht wird und welche Ansatzpunkte bestehen.

www.yoyoamriswil.ch