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Die Amriswiler haben eine echte Wahl

Kommt der neue Stadtpräsident aus den Reihen des bisherigen Stadtrats – oder wird der Jüngste im Kreise das Rennen machen? Ein Leitartikel zur Stadtpräsidentenwahl von der Amriswil Redaktion. Und eine Prognose, was die Stadt Amriswil erwartet, je nach dem, wen sie wählt.
Rita Kohn/Manuel Nagel

Im ersten Wahlgang wird es wohl keinem der drei Kandidaten reichen, die Hürde «absolutes Mehr» zu knacken. Dazu haben die Parteien ihre Hausaufgaben zu gewissenhaft erledigt.

Auch wenn es lange so ausgesehen hat, dass die Ausmarchung des Amtes zum internen Zweikampf von SVP-Mann Stefan Koster und CVP-Mann André Schlatter werden könnte, sind mit der Nomination von FDP-Mann Gabriel Macedo die Karten neu gemischt worden. Jeder drei Kandidaten bringt einen Leistungsausweis mit, der ihn unabhängig vom Alter dazu befähigt, das Stadtpräsidium zu übernehmen. So wird die Wahl tatsächlich mehr zur echten Persönlichkeitswahl, als zur Abwägung, wer welche berufliche Qualifikation einbringen kann. Die drei Anwärter auf die Nachfolge von Martin Salvisberg könnten von ihrer Persönlichkeit her kaum unterschiedlicher sein. Die Wähler werden sich entscheiden müssen, ob sie auf einen ausgleichenden, einen bestimmenden oder einen unkonventionellen Charakter bauen wollen.

Neues schürt manchmal auch Unsicherheit, wie während des Wahlkampfs in den letzten Wochen deutlich geworden ist. Das hat dazu geführt, mit dem Mahnfinger nach Romanshorn und Arbon zu zeigen und vor einem Desaster in Amriswil zu warnen. Hier stellen sich jedoch drei Persönlichkeiten zur Wahl, die keine Unbekannten sind. Jeder der drei Kandidaten hat auf seine Art schon einiges zum gesellschaftlichen Umfeld in Amriswil beigetragen. Sei es nun politisch, sportlich oder bei der Nachwuchsförderung. Für Amriswil ist das ein Glücksfall. Niemand muss die Katze im Sack kaufen. Dennoch wird einiges anders werden – unabhängig davon, wer letztlich am 1. Juni 2019 die Nachfolge von Martin Salvisberg antreten wird. Das ist auch gut so. Entwicklung braucht Bewegung, selbst wenn das Bestehende sich über lange Zeit bewährt hat.

Wer sich von den drei Kandidaten durchsetzen kann, hängt in diesem Fall auch davon ab, wer seine Anhänger mobilisieren und zum Gang an die Urne bewegen kann. Bei den letzten Stadtpräsidentenwahlen 2009 haben die Amriswiler Stimmberechtigten den Kandidierenden die Ehre erwiesen und mit einer Stimmbeteiligung von fast 49 Prozent ihr Interesse an der Zukunft der Stadt gezeigt. Es ist zu hoffen, dass sich die Amriswilerinnen und Amriswiler auch bei diesen Wahlen die Zeit nehmen und das Schicksal ihrer Stadt an der Urne mitbestimmen. Die Parteien haben jedenfalls eine gute Vorlage geliefert.

Die Stadtpräsidentenwahlen sind auch ein eindrückliches Beispiel dafür, dass es nicht um Parteipolitik geht, sondern um die Wahl einer Persönlichkeit, die der Stadt in den nächsten Jahren ein Gesicht geben wird und massgeblich daran beteiligt ist, wie Amriswil wahrgenommen wird und welche Türen sich der Oberthurgauer Metropole dadurch öffnen oder verschliessen werden.

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