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Die Amriswiler Feuerwehr hatte ein strenges Jahr

Vier Grossbrände und einige kleinere Ereignisse hielten die Feuerwehrleute im Griff. Der Kommandant ist aber zufrieden und lobt den guten Corp-Geist.
Rita Kohn
Kommandant Andreas Bösch und Vize-Kommandant Adrian Salvisberg mit dem neuen Rüstlöschfahrzeug. (Bild: Rita Kohn)

Kommandant Andreas Bösch und Vize-Kommandant Adrian Salvisberg mit dem neuen Rüstlöschfahrzeug. (Bild: Rita Kohn)

Streng war es, das vergangene Jahr. «Von den Einsätzen her so streng wie selten», sagt Feuerwehr-Kommandant Andreas Bösch. Besonders streng waren die beiden Brände, die dicht beieinander lagen: Der Scheunenbrand in Oberaach und nur wenige Stunden später die Tobi Seeobst in Egnach.

«Bei beiden Bränden sind je etwa 400 Mannstunden angefallen», sagt Andreas Bösch. Besonders heftig war dabei, dass einige Feuerwehrleute, die in Oberaach auf dem Brandplatz gestanden hatten, nach einer gerade mal nur rund zwei Stunden dauernden Ruhepause wieder raus mussten.

Die Feuerwehr Amriswil rückte zudem zu zwei weiteren Bränden in der Nachbarschaft aus: Zu einem Mehrfamilienhausbrand in Uttwil und nach Arbon, wo es auf dem Saurer-Areal brannte. «Drei der vier Brände waren nicht in unserem Stützpunktgebiet», sagt Andreas Bösch. Damit hatten sie auch keine finanziellen Folgen für die Feuerwehr Amriswil. «Wenn wir zu Bränden in der Nachbarschaft ausrücken, wird das von der Gebäudeversicherung übernommen», erklärt Bösch.

Die Einsätze gut verkraftet

Rückblickend sagt Andreas Bösch, dass die aussergewöhnlich grossen Brände des vergangenen Jahres für einzelne Leute eine Grenzerfahrung dargestellt hätten. Aber das Corp habe die Einsätze gut verkraftet. Da sei es unter anderem positiv, dass der Feuerwehr genügend Leute zur Verfügung stünden. Anders als in vielen umliegenden Feuerwehren ist auch eine stattliche Zahl der Feuerwehrleute tagsüber vor Ort.

«Amriswil ist keine Schlafstadt, das kommt uns zugute», sagt der Feuerwehrkommandant. Dazu komme, dass fast alle Arbeitgeber sehr verständnisvoll reagierten, wenn ihre Mitarbeiter zu einem Einsatz müssten.

Die Materialwarte hatten viel zu tun

Besonders streng sei das Jahr für die Materialwarte der Feuerwehr gewesen, blickt Andreas Bösch zurück. Denn nicht nur die heimische Feuerwehr reinigt ihr Material im neuen Feuerwehrzentrum an der Kreuzlingerstrasse, auch auswärtige Feuerwehren von Weinfelden bis zum ganzen Oberthurgau nutzen die Anlage. So gab es etwa nach dem Grossbrand in Egnach einiges zu waschen.

Vizekommandant Adrian Salvisberg findet positive Worte für das Feuerwehrzentrum. Die Grossereignisse im vergangenen Jahr hätten gezeigt, dass sich das Konzept bewährt. Besonders eindrücklich sei gewesen, als gleichzeitig mit einem Brand auch eine Ausbildung stattgefunden habe. «Die Kurse konnten wie geplant durchgeführt werden, obwohl das Zentrum in Betrieb war», sagt Andreas Bösch. Es seien sogar einzelne Leute zuerst auf dem Brandplatz gewesen und später hätten sie im Feuerwehrzentrum noch den Kurs für die künftigen Corp-Mitglieder gegeben.

Einen Blick ins Innere werfen

Lobende Worte gibt es vom Kommandanten und vom Vizekommandanten für den Corp-Geist in Amriswil. Die Leute würden gerne zu den Übungen kommen, sagt Andreas Bösch und betont, dass das eine sehr erfreuliche Situation sei. 26 von 100 Mitgliedern hätten über 95 Prozent der Übungen besucht, nur gerade 16 Feuerwehrleute besuchten keine 66 Prozent der Übungen.

Neue Leute sind bei der Feuerwehr Amriswil immer willkommen, auch wenn das Corp eine ideale Grösse hat. «Wir können die Abgänge momentan gut durch Neuzugänge ersetzen», sagt Adrian Salvisberg. Das sei eine komfortable Situation.

Die Feuerwehr wird im Laufe dieses Jahres die Türen des Feuerwehrzentrums öffnen und der Bevölkerung einen Blick ins Innere ermöglichen. Zudem dürfen sich die Kinder auf die Feuerwehr im Rahmen des Ferien(s)passes freuen. (rk)

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