Die Ampel steht auf Grün: Weinfelder Schüler erhalten den Segen zum Schulstart

Pfarrerin Esther Baumgartner segnet beim Familiengottesdienst in der Kirche die Schülerinnen und Schüler.

Monika Wick
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Pfarrerin Esther Baumgartner segnet in der Kirche die Schülerinnen und Schüler.

Pfarrerin Esther Baumgartner segnet in der Kirche die Schülerinnen und Schüler.

(Bild: Monika Wick)

Den Familiengottesdienst zum Schulanfang in der evangelischen Kirche eröffnet Kirchenmusiker Daniel Walder mit einem Musikstück auf der Orgel. Dazu blinkt im Takt das orange Licht einer Ampel, bevor sie nach einiger Zeit auf Rot springt. Pfarrerin Esther Baumgartner sagt:

«Rot haben wir in übertragenem Sinne in letzter Zeit oft erlebt. Umarmungen und Nähe waren untersagt. Es gibt aber auch die grüne Ampel für ein Lächeln oder die Hoffnung.»

Der Signalgeber steht im Mittelpunkt des Familiengottesdienstes unter dem Motto «Achtung fertig los!». Obwohl die Sommerferien für 30'000 Thurgauer Kinder und Jugendliche erst am Montag enden, können einige von ihnen schon jetzt vieles lernen.

Von Laura Edelmann vom Team Familiengottesdienst erfahren sie, dass die erste elektrische Ampel 1914 in Cleveland in Betrieb genommen wurde, die erste Ampel in Weinfelden vor der Kantonalbank stand und heute drei Ampelsysteme den Verkehr in der Stadt regeln. Drei weitere Mitwirkende erzählen, wie wichtig und hilfreich ihnen Ampeln beim Überqueren einer vielbefahrenen Strasse, auf dem Schulweg oder als sehbehinderter Person sind. «Die Ampel ist ein sehr wichtiges Instrument, das uns schützt. Mithilfe der Ampel wird uns bewusst, wie wichtig Regel und Gebote sind», sagt Esther Baumgartner und legt den Gottesdienstbesuchern ans Herz: «Wenn ihr Rot seht, denkt an die Liebe».

Während Seifenblasen von der Empore schweben segnet die Pfarrerin die Schüler. Für die Musik sorgt ein kleiner Drei-Generationen-Chor unter der Leitung von Daniel Walder. Wie sie sagen, freuen sich die Kinder sehr auf den Schulstart.