Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Diakon ruft beim Abschied auf zur «Revolution der Herzen»

Die katholische Kirchgemeinde Altnau-Güttingen-Münsterlingen hat sich mit einem Gottesdienst von Pastoralraumleiter Matthias Loretan verabschiedet.
Barbara Hettich
Matthias Loretan freut sich über die Rakete mit Inhalt zum Start in den Unruhestand. (Bild: Barbara Hettich)

Matthias Loretan freut sich über die Rakete mit Inhalt zum Start in den Unruhestand. (Bild: Barbara Hettich)

Es war ein ergreifender Gottesdienst am Sonntag in der katholischen Kirche in Altnau. Die Kirche war voll besetzt und der ad-hoc-Chor Camino stimmte mit dem Lied «one of us» auf den besonderen Anlass ein, den Abschiedsgottesdienst für Pastoralraumleiter Matthias Loretan, der am 1. August in den Ruhestand treten wird.

Es war ein Abschied mit Wehmut, denn Matthias Loretan hatte in den vergangenen sechs Jahren das Leben in der Gemeinde geprägt. Seiner Hartnäckigkeit sei es zu verdanken, dass der Pastoralraum Altnau-Güttingen-Münsterlingen als vierter Pastoralraum im Kanton errichtet wurde. Der Höhepunkt zum Abschluss dieses Prozesses war der feierliche Errichtungsgottesdienst im Juni 2015 im Beisein von Bischof Felix Gmür, sagte Kirchenpräsident Marc Derungs.

«Er hat Spuren hinterlassen»

Loretan habe aber auch Spuren hinterlassen, die nicht auf den ersten Blick sichtbar seien: «Immer hattest Du ein offenes Ohr für die Sorgen und Anliegen der Menschen und hast sie in schwierigen Lebenssituationen begleitet. Deine stimmigen und tiefsinnigen Predigten haben uns berührt.» Das Seelsorgeteam dankte Loretan für alles, was er ihnen gegeben habe, und wünschte ihm einen raketenhaften Start in den Unruhestand: «Lass es krachen.»

«Jesus sagt: Gebt ihnen zu essen!»

Warum gibt es trotz genügend Nahrung Hungersnöte auf dieser Welt? «Jesus sagt, gebt ihnen zu essen», prangerte Matthias Loretan in seiner Abschiedspredigt die ungerechte Verteilung der Lebensmittel an. Den Menschen fehle es nicht an Brot, aber an Liebe für die Mitmenschen und der Bereitschaft, gewisse Privilegien abzugeben. Es brauche eine Revolution der Herzen, damit nicht Steine zu Brot werden, sondern steinerne Herzen sich öffnen. Wenn Menschen vor einem Topf mit Essen sitzen und hungern, weil der Stiel ihrer Löffel zu lang ist, dann sei dies die Hölle. Wenn aber Menschen vor einem Topf mit Essen sitzen und sich aufgrund der langen Stiele gegenseitig nähren, dann sei dies der Himmel. «Ihr seid alle zur Revolution des Herzens eingeladen», sagte Matthias Loretan und brach das Brot zur heiligen Kommunion.

Gemeindeleiter Matthias Loretan teilt das Brot. (Bild: Barbara Hettich)

Gemeindeleiter Matthias Loretan teilt das Brot. (Bild: Barbara Hettich)

Persönlicher Abschied beim Apéro

Mit lang anhaltendem Applaus bedankten sich die Gottesdienstbesucher bei ihrem Gemeindeleiter und nutzten beim anschliessenden Apéro die Gelegenheit, sich von Matthias Loretan noch persönlich zu verabschieden. Das neue Leitungsduo Ivan Trajkov und Josef Gander wird mit dem Einsetzungsgottesdienst am 2. September begrüsst.
Barbara Hettich kreuzlingen@thurgauerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.